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Geschickt tarnten die Nazis die Bunker des Führerhauptquartiers (FHQ) im Wiesental, heute ein Stadtteil von Butzbach, als Bauern- und Ferienhäuser. So blieb die Gegend von Tieffliegern verschont. Schloss Ziegenberg war mehrmals den Luftangriffen der Alliierten ausgesetzt. Es gab viele Tote unter der Zivilbevölkerung.                                                                                                                                                                  

                                 FOTO Hans Martin Schmidt/hmsp

 

Im "Wiesental" bei Bad Nauheim zerbrach die Freundschaft zwischen Hitler und Rüstungsminister Albert Speer

 

Winternacht 10./11. Dezember 1944. Ein Geisterzug rattert auf einer Nebenstrecke der Deutschen Reichsbahn durch den verschneiten Taunus. Die Waggons sind mit Tarnzeug (Planen, Decken) behangen. Kein Licht dringt nach draußen. Im Bahnhof Kloster Arnsburg, unweit von Lich, stoppt der Zug gegen Mitternacht. Endstation. Uniformträger verlassen die Wagen, steigen in bereitstehende Limousinen, SS-Fahrzeuge. In der größten Limousine innerhalb der Kolonne nimmt Adolf Hitler Platz, "der Führer und Reichskanzler". Er ist auf dem Weg in sein Hauptquartier "Adlerhorst" bei Bad Nauheim. Von dort aus will er die 'Ardennen-Offensive' befehligen. Die letzte Chance vielleicht, den sinnlosen, blutigen Krieg doch noch zu seinen Gunsten zu wenden. Hitler vertraut nur noch sich selbst, auf seine Generäle ist er längst nicht mehr gut zu sprechen - oder er verhöhnt sie.


 

Es wird eine lange, strapaziöse Autofahrt, die über vier Stunden dauert  - für eine Strecke von nur wenigen Kilometern. Doch immer wieder stößt  die Kolonne in teilweise unwegsamem Gelände auf Hindernisse: Liegengebliebenen Fahrzeuge, Geröll, Schutt, Schnee versperren den Weg. Pioniere der Wehrmacht werden 'zum Aufräumen' herbei geordert. Im Morgengrauen erreicht die Kolonne Schloss Ziegenberg, wo der Generalstab unter kommt. Im dahinter gelegenen, eigentlichen Führerhauptquartier "Wiesental", das mehr eine gigantische Bunkeranlage ist als ein 'gemütliches Heim',  wurde zwei kleine private Räume für Hitler hergerichtet. Dort legt sich 'der Führer', der völlig ermattet ist, zum Schlafen. Gegen 14 Uhr wird er geweckt, isst etwas und hält danach eine stundenlange  'Lagebesprechung' mit den Generälen ab. Auch Rüstungsminister Speer nimmt daran teil - und sagt nichts.


 

Hitler und Speer - eine Geschichte für sich. Beide verstehen sich offenbar sehr gut. Es gibt Historiker, die behaupten, die Beziehung zwischen ihnen habe auch eine starke erotische Komponente gehabt. Das nährt Gerüchte, Hitler sei eigentlich homosexuell gewesen. Doch Hitler macht im "Wiesental" Speer plötzlich heftige Vorwürfe. Das Führerhauptquartier "Adlerhorst", das Hitler zum ersten und zum letzten Mal sieht, sei viel zu groß geraten, zu luxuriös, zu teuer - es dürfe eigentlich keiner im Reich wissen, "welche Unsummen verplempert wurden". 

 

Speer reagiert nicht. Schon früher hat es deutliche Widerstände gegen die Ausbaupläne  gegeben. Dass Hitler sich diese Kritik zu eigen macht (nachdem er die bombastische Anlage nun kennt), scheint Speer tatsächlich nicht sonderlich zu beeindrucken. Die Freundschaft zwischen den beiden Männern, wenn  sie überhaupt je bestand, hat einen gewaltigen Knacks bekommen.

 

Adolf Hitler hielt aus seinem Bunker im Führer-Hauptquartier die letzte Neujahrsansprache an das deutsche Volk, die von allen Sendern übertragen wurde

 

Für Reichskanzler Adolf Hitler bricht eine nutzlose Zeit an. Die Ardennen-Offensive ist schnell gescheitert. Die letzte Hoffnung auf eine Wendung des Kriegsgeschehens zerplatzt.  Hitler zeigt Anzeichen einer tiefen Depression, wagt sich nur in der Dämmerung zu Spaziergängen ins Gelände. Leibarzt Morell spritzt ihm Aufbaumittel, deren Zusammensetzung niemand kennt.  Speer lässt sich nicht mehr blicken. In der Silvesternacht 1944/1945 verliest Hitler zum letzten Mal eine Neujahrsbotschaft. Vom Führerhauptquartier "Adlerhorst" aus wird sie an alle deutschen Sender weitergeleitet; in den noch von der Wehrmacht besetzten Gebieten außerhalb des Reiches aber schon gar nicht mehr gesendet. 

 

Hitler und sein Gefolge verlassen "Adlerhorst" am 15. Januar 1945 Richtung Berlin. Eine Rückkehr zum FHQ "Adlerhorst" wird es nicht geben.

 

Zum Kriegsende bombadieren amerikanische Tiefflieger Schloss Ziegenberg. Unter der Zivilbevölkerung gibt es viele Tote, auch viele Kinder. Die Bunkeranlagen des Führerhauptquartiers werden von einem oberschlesischen SS-Mann teilweise gesprengt. In Gebäudeteilen, die nicht zerstört sind, wird er eine Gaststätte mit Hotelbetrieb einrichten; bis in die 80er Jahre nehmen hier ganz gewöhnliche Gäste Quartier - aber auch Abenteurer, die in den weitverzweigten Bunkern, die bis zum 3 Kilometer entfernten Schloss Kransberg reichen, einen Nazi-Schatz vermuten.

 

Schloss Ziegenberg, das zum Park hin durch ein imposantes, elektrisch betriebene, voll versenkbares Panoramafenster  beeindruckte,  wird von einem charismatischen Foto-Designer angekauft, der hier bunte, exotische Traumphantasien zelebriert. Das Hessische Fernsehen ist dabei, wenn Mystik und Erotik der 20er Jahre neu entstehen. Der Künstler investiert sein gesamtes Vermögen in diese Feste; als ihm das Geld ausgeht, verlässt er diese Welt freiwillig.

 

Rüstungsminister Speer wird, zusammen mit anderen Größen des Nazi-Staates (darunter auch Raketen-Spezialist Wernher von Braun und der Industrielle Fritz Thyssen), auf Schloss Kransberg interniert und von den Amerikanern wochenlang verhört. Heute ist Kransberg im Besitz eines türkischen Geschäftsmannes, dem das Schloss  hohe Investitionen abnötigt.

 

Anfahrt zum einstigen Führerhauptquartier "Adlerhorst" in den Taunuswäldern unweit von Bad Nauheim, Blick über Langenhain-Ziegenberg /  Foto/Urheber SH 89, CC-BY-SA-4.0

 

 

FRAGEN

 

an den  Herausgeber von heimatmein.de, der das Gebiet um das ehemalige FHQ "Adlerhorst" bei Bad Nauheim seit frühester Jugend kennt und sich intensiv mit der Geschichte dieser Anlage beschäftigt hat.

 

War das wirklich ein Protzbau?

 

Ja und nein. Zunächst Chef-Organisator Todt ("Organisation Todt"), dann Rüstungsminister Speer - beide haben wohl gewaltig übertrieben. Allerdings: Das Führerhauptquartier "Adlerhorst" wurde in ein Bergmassiv 'gehauen'. Eine Herkulesarbeit. Teilweise waren bis zu 4.500 Menschen im Einsatz. Was ich aus Erzählungen, Berichten  und von Fotos her weiß: Hitlers Unterkunft war eher klein, zwei Zimmerchen, spartanisch eingerichtet. Schloss Ziegenberg, wo die Generäle hockten, war dagegen schon ein Prunkbau.

 

Was hat Hitler eigentlich "im Wiesental" gemacht?

 

Es gab nichts mehr zu tun. Die Location "Adlerhorst" war für "den Führer" ein ödes, einsames Dasein. Zwei Tage nach seiner Ankunft hat er einen Spaziergang "um die Häuser gemacht". Im Schutz der Dunkelheit. Die Wege waren schlecht, die Luft auch. Hitler hat danach den Bunker bis zu seiner Abreise nicht mehr verlassen.

 

War "der Adlerhorst" wirklich das Ende der 'innigen' Freundschaft mit Speer?

 

Ja, beide hatten sich nichts mehr zu sagen. Zuvor hatten sich sie mit ihren Vorstellungen, wie die Welthauptstadt Germania einmal aussehen sollte, gegenseitig hochgeschaukelt. Eine homoerotische Beziehung, wie oft kolportiert, war das wohl eher nicht. Beide haben mächtig gesponnen.

 

Hatte Hitler überhaupt einen Freund?

 

Auch hier: Ja und nein. Speer war es nicht. Röhm ganz sicher. Mit dem hat er sich zuallererst geduzt. Aber Hitler ließ ihn ermorden. Auf Grund einer Intrige: Die anderen Nazigrößen hatten ihm eingeredet, Röhm plane einen Staatsstreich. Historiker sagen: Hitler hätte wissen müssen, dass Röhm dazu gar nicht in der Lage war, dazu fehlte ihm der Mut. 

 

 

Parallel zur Panorama Berlin fand erstmals die Selvedge Run im Marshall Haus des Berliner Messegeländes statt, eine qualitätsbewusste Messe für hochwertige Produkte aus den Bereichen Bekleidung, Schuhe, Accessoires und Lifestyle. Foto/Quellenangabe: "obs/Messe Berlin GmbH"

Modemesse Panorama Berlin:

"Regierender" zog positives Messefazit

 
18.01.2018 – 17:01
 

 

Berlin (ots) - Mit einer positiven Bilanz seitens der Aussteller und Besucher endete die 11. Edition der Panorama Berlin. Unter dem Titel "Shaping Identities" zeigten vom 16. bis 18. Januar 2018 rund 800 Marken ihre neuen Herbst/Winter 2018/2019 Kollektionen in den Messehallen unter dem Funkturm. Der große Besucherandrang vom ersten Tag an sorgte durchgehend für gute Stimmung. Die Neuorganisation der Hallensegmente inklusive der neuen XOOM Halle für nachhaltige Mode, die Fashion Tech Area mit diversen digitalen Dienstleistern sowie die neuen Community Areas wurden begeistert angenommen.

 

Auch die Kooperation mit Selvedge Run, der Modemesse für "quality garments and crafted goods" war laut Macher Shane Brandenburg ein voller Erfolg: "Es war die richtige Entscheidung hier auf das Gelände der Panorama Berlin zu ziehen, unsere neue Location im Marshall Haus war hervorragend, besonders das Licht war sensationell und sorgte für eine perfekte Arbeitsatmosphäre. Toll war auch das Feedback unserer Aussteller und Besucher. Wir sind im Sommer auf jeden Fall wieder mit dabei!"

 

Als weiteres Highlight-Event der Panorama Berlin erwies sich der erstmals ausgerichtete B2C "Solemart" am zweiten Messetag. Das allen Interessierten zugängliche Publikumsevent zog Hunderte begeisterter Sneakerfans weit über die Grenzen Berlins hinaus an. "Einmal mehr ist die deutsche Hauptstadt Zentrum der Modewelt.", so das Fazit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller.

 

"Wir sind mehr als zufrieden mit der Saison. Der Zuwachs internationaler Einkäufer, die Begeisterung der Besucher und der lebhafte Austausch untereinander beweisen einmal mehr, wie wichtig die Panorama Berlin als Leitmesse und Auftaktveranstaltung der neuen Saison ist. Trotz der aktuellen Herausforderungen des Modehandels war die Stimmung durchweg optimistisch", so Jörg Wichmann, CEO Panorama Berlin.

Die Panorama Berlin Frühjahr/Sommer 2019 findet vom 3. - 5. Juli 2018 statt.

 

Die Panorama Berlin ist eine Gemeinschaftsproduktion der Panorama Fashion Fair Berlin GmbH unter Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Jörg Wichmann und der Messe Berlin GmbH.

 

 

(Urheber/Copyright): APA, Johannes Radlwimmer

 "3 Tage Jazz" Festival

von 19. - 21.01.2018 in Saalfelden Leogang

 

Saalfelden Leogang (ots) - 3 Tage Jazz - unter diesem Namen fand das allererste Jazzfestival in Saalfelden statt. Heute, fast 40 Jahre später, ist daraus ein Festival mit 37 Konzerten entstanden - das Internationale Jazzfestival Saalfelden, welches jährlich am letzten Augustwochenende veranstaltet wird. Um die Wartezeit zu verkürzen, wurde unter demselben Namen vor drei Jahren ein kleines Jazzfestival im Winter geboren. So findet "3 Tage Jazz" mittlerweile zum dritten Mal im Januar statt.

 

Vier Konzerte im Kunsthaus Nexus, zwei im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang sowie ein Konzert auf der Stöcklalm in Leogang bieten nicht nur einen Kontrast hinsichtlich der Spielstätten, sondern ebenso musikalisch.

 

Während sich im Museum mit Georg Breinschmid Solo und BartolomeyBittmann kleinere Formationen aus Österreich im schon nahezu intimen Rahmen präsentieren, zeigen sich im Kunsthaus Nexus internationale Acts wie das Michel Portal Quintet oder Adam Baldych mit dem Helge Lien Trio. Die Österreicher sind aber auch hier präsent: Das Dickbauer Collective wird zeigen, dass heimische Bands längst in der Internationalität angekommen sind, ebenso wie Edi Nulz - die ihre brandneue CD präsentieren werden. Auf der Stöcklalm am Asitz wird ein kostenloses Konzert stattfinden, wo die Band Crossroad warme Klänge in die kalte Winterlandschaft senden wird.

 

Das Festival wird vom Tourismusverband Saalfelden und dem Verein Zentrum Zeitgenössischer Musik gemeinsam organisiert. Programmiert wird das "3 Tage Jazz" Festival, wie auch das Internationale Jazzfestival im Sommer, von den Intendanten Mario Steidl und Michaela Mayer.

 

Programmübersicht:

 

20.01.2018

*   13.00 Uhr Crossroad (Stöcklalm)
*   20.00 Uhr Dickbauer Collective (Nexus)
*   22.00 Uhr Michel Portal Quintet (Nexus) 

21.01.2018

*   11.00 Uhr Georg Breinschmid Solo (Bergbau- und Gotikmuseum)
*   14.00 Uhr BartolomeyBittmann (Bergbau- und Gotikmuseum) 

 

 

Live 2018
Oonagh
Märchen enden gut - Tournee

 

Die fabelhafte Welt von Oonagh ist einmalig in Deutschland und findet auch über die Landesgrenzen hinaus Anklang. Um diese Welt live zu erleben müssen ihre Fans noch ein wenig länger warten.


Gemäß ihres Tour-Mottos „Märchen enden gut“ wird auch das Jahr 2017 für Senta Sofia Delliponti alias Oonagh „gut enden“, denn die Künstlerin erwartet ihr erstes Kind. Dies ist auch der Grund dafür, dass die für den Herbst 2017 geplante Tournee in das Frühjahr 2018 verlegt wurde.


Bereits erworbene Tickets behalten für die Ersatztermine ihre Gültigkeit oder können an der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden. Für das Konzert in Stade (20.10.2017) konnte leider kein passender Ausweichtermin in 2018 gefunden werden, weshalb das Konzert ersatzlos wegfällt.


Die fabelhafte Welt von Oonagh ist einmalig in Deutschland und findet auch über die Landesgrenzen hinaus Anklang.


Auf ihren Live-Konzerten lädt die charismatische Künstlerin in andere Sphären zu einer musikalischen Weltreise ein.

 

Oonagh pendelt zwischen den Kulturen, streift Elemente aus Pop, Folk, Mittelalter, Electronica, Weltmusik, Ethno sowie New Age und fügt diese stilbewusst und kreativ zu einem Ganzen. Jeder Ton ist unverkennbar Oonagh. Aber nicht nur das, gemeinsam mit ihrem Publikum aller Altersklassen feiert sie ihre Lieder und teilt das damit verbundene Lebensgefühl. Ihre klare, wohlklingende Stimme wird von vier Musikern sowie einer Backgroundsängerin eingerahmt und taucht bei jedem Song in eine andere, besondere Lichtstimmung ein. Übergroße Leinwände entführen mit beeindruckenden Installationen und Naturschauspielen in eine andere Welt. Musik aus allen Ecken und doch nicht nur von dieser Welt.

 

Ihre unbeschwerte Herangehensweise ist dabei frisch und zeitgemäß, nichtsdestotrotz behandelt sie die weltmusikalischen Traditionen mit großem Respekt. Oonagh entreißt die verschiedensten Elemente der Nische und stellt sie in einen breitenwirksamen Kontext. Ihr gelingt dabei der Spagat, die Kraft des Pops und die Magie von Naturinstrumenten in Einklang zu bringen, nicht zu verwässern und den einzelnen Kulturen auf Augenhöhe zu begegnen.

 

FOTO Oonagh/Copyright Christian Barz  - Pressetext Semmel Concerts

 

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