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Frauenrechtlerin Seyran Ates wird angefeindet - aus der eigenen Community ausgesetzt / :SPD-Generalsekretär Hubertus Heil geht mit der Kanzlerin scharf ins Gericht.  /  M+M - das neue Traumpaar der europäischen Politik: Macron und Merkel? Wird die Kanzlerin mit Macron wieder jung und aktiv?                                                                    

Fotos über dts Nachrichtenagentur

 

Welle "linker Gewalt"?

Regierung will zum G20-Gipfel

angeblich Kriegsschiff nach Hamburg verlegen

  

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will beim G20-Gipfel vom 7. bis 8. Juli in Hamburg auch für die schwersten Fälle von Terrorismus gewappnet sein: Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf hochrangige Sicherheitskreise meldet, wird derzeit geplant, ein Kriegsschiff der Bundesmarine in den Hamburger Hafen zu verlegen. Es soll im Fall eines Anschlags die Regierungschefs und weitere Gipfelteilnehmer aufnehmen und vor weiteren Attacken schützen. Das Schiff soll von Spezialkräften der Marine gesichert werden und über Operationsräume für Verletzte verfügen.

 

Notfalls könnte es in Richtung Nordsee auslaufen, hieß es. Wie der "Focus" weiter schreibt, soll das Marineschiff unter einem Vorwand in Hamburg einlaufen. Um eine Debatte über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu vermeiden, soll das Schiff offiziell wegen fehlender Ersatzteile im Hafen liegen.

Die Planung für die außergewöhnliche Maßnahme entstand vor dem Hintergrund einer besonderen Bedrohungslage. Beim Treffen der 20 wichtigsten Regierungschefs der Welt wird eine Welle linker Gewalt befürchtet. So warnt das Bundesamt für Verfassungsschutz in einem vertraulichen Bericht, über den der "Focus" berichtet, auch vor schweren Gewalttaten "gegen Unbeteiligte".

 

Hinzu kommt, dass die Linksextremisten besonders gut organisiert sind. So heißt es in dem Bericht, dass im Gegensatz zum G7-Gipfel im bayerischen Elmau 2015 dieses Mal "erfahrene Akteure in den Hotspots des autonomen Spektrums" an der Planung der Proteste beteiligt seien.

 

MEINUNG  Wenn der G20-Gipfel, hinter dem manch Zeitgenosse - nicht ohne Grund - eine wohldurchdachte Wahlkampf-Veranstaltung für Kanzlerin Merkel vermutet, mit schwersten Waffen  gesichert werden muss, sollte man ihn absagen. Er wird sowieso nicht viel bringen - aber den deutschen Steuerzahler eine ganze Stange Geld kosten..

 

 

"Wir machhen nichts Unislamisches"

Seyran Ates: Die meisten liberalen Muslime haben Angst

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Frauenrechtlerin und Publizistin Seyran Ates sieht liberale Muslime in Deutschland Bedrohungen aus der eigenen Community ausgesetzt: "Die meisten Muslime haben Angst. Sie sagen: Wenn ich mich als moderner Muslim zeige, dann werde ich mit Mord bedroht oder beschimpft, oder meiner Familie passiert etwas", sagte Ates der "Welt". Dies sei der Grund dafür, dass sich nur wenige Muslime an einer Anti-Terror-Demonstration am vergangenen Wochenende in Köln beteiligt hätten.

 

Ates hat die kürzlich in Berlin eröffnete liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet und erhält seitdem Morddrohungen von religiösen Fanatikern. "Jemand hat mir ein Foto mit einer Pistole geschickt. Darunter stand: `Bald'", sagte Ates.

 

Die Aussage sei klar: "Diese Hetzer wollen mich töten, weil ich etwas mache, was ihnen nicht gefällt." In der Moschee, die Ates vor einer Woche eröffnete, dürfen Frauen und Männer gemeinsam beten; außerdem gibt es weibliche Imame. Sowohl die türkische Religionsbehörde Diyanet als auch die ägyptische Fatwa-Behörde hatten dies als "unislamisch" verurteilt.

 

Ates sagte dazu: "Wir machen nichts Unislamisches."

 

Auch im Hause Mohammeds sei gemeinsam gebetet worden, ebenfalls in Mekka, der heiligsten Stätte der Muslime. "Und die Tradition, dass Männer und Frauen getrennt sind, ist etwas, was Männer später erfunden haben."

 

Kritik äußerte die Frauenrechtlerin an einer fehlenden Unterstützung aus der Politik: "Als liberale Muslime sind wir aus der Islamkonferenz rausgekickt worden", sagte Ates. Viele Politiker hätten sich von den konservativen Islamverbänden unter Druck setzen lassen, ausschließlich mit ihnen zu verhandeln. "Das ist schade. Wir bieten uns als Dialogpartner weiter an", so Ates.

 

 

SPD-Generalsekretär Heil wirft Merkel "Demokratieverachtung" vor

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD will die Wahlkampftaktik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem zentralen Thema machen: "Das ist ein Stück weit Demokratieverachtung, die hinter dieser Taktik steckt", sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil dem "Spiegel".

 

Gemeint ist die sogenannte asymmetrische Demobilisierung, eine Strategie, die darauf abzielt, sich zu möglichst wenigen Themen zu äußern, um so zu vermeiden, dass potenzielle Wähler des politischen Gegners zur Urne gehen. "In diesem Sommer wird die asymmetrische Demobilisierung nicht mehr gelingen", prophezeite Heil.

 

Die Menschen wollten Orientierung. "Angela Merkel hat ihre Partei zu einer One-Woman-Show gemacht, die CDU ist unter ihr konzept- und ideenlos geworden." Das gelte für die großen Fragen Europas ebenso wie für die Rentenpolitik.

 

"Zu keiner der großen Fragen hat Angela Merkel eine Antwort, nicht zur Flüchtlingskrise, nicht zur Bedrohung, die Donald Trump darstellt." Im Februar sei sichtbar geworden, dass viele Menschen gern eine vernünftige Alternative zu Merkel hätten, so Heil. Daran wolle man wieder anknüpfen, sagte er mit Blick auf den SPD-Parteitag am Sonntag in Dortmund.

 

 

 

Macron will "mit Deutschland"

Neuanfang für Europa wagen

 

Paris (dts Nachrichtenagentur) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ruft Deutschland auf, mit ihm einen Neuanfang für Europa zu wagen. "Ich wünschte mir, wir würden zum Geist der Kooperation zurückkehren, wie er einst zwischen François Mitterrand und Helmut Kohl herrschte", sagte Macron der "Süddeutschen Zeitung" und anderen europäischen Zeitungen. Sonst drohe der EU der Zerfall.

 

"Die Frage ist: Wird Europa seine Grundwerte verteidigen, die es über Jahrzehnte in aller Welt verbreitet hat - oder weicht es zurück angesichts des Erstarkens illiberaler Demokratien und autoritärer Regime?" Ohne sie zu nennen, kritisierte Macron Polen und Ungarn: "Manche politische Führer aus Osteuropa" offenbarten "eine zynische Herangehensweise gegenüber der EU: Die dient ihnen dazu, Geld zu verteilen - ohne ihre Werte zu respektieren. Europa ist kein Supermarkt, Europa ist eine Schicksalsgemeinschaft!" Macron will mit Deutschland eine neue "Allianz des Vertrauens" schaffen. Er räumte ein, ohne "grundlegende Reformen, die unabdingbar sind für Frankreich", könne sein Land kein Antriebsmotor Europas sein.

 

"Die Stärke der einen darf sich nicht aus den Schwächen der anderen speisen. Deutschland, das sich vor etwa 15 Jahren reformiert hat, stellt heute fest, dass diese Situation nicht haltbar ist", sagte der französische Präsident. Seine Landsleute mieden Reformen, solange es gehe.

 

"Aber jetzt haben sie verstanden, dass sie am Abgrund stehen - und haben reagiert." Seine Wahl zum Staatschef im Mai sowie der Sieg seiner Partei bei der Parlamentswahl am vergangenen Wochenende seien "der Beginn einer französischen und hoffentlich auch einer europäischen Renaissance". Macron verteidigte seine umstrittene Forderung nach einer Vertiefung der Eurozone, die er mit einem eigenen Budget und einer demokratisch kontrollierten Regierung ausstatten möchte.

 

"Das ist das einzige Mittel, um wieder mehr Konvergenz zu schaffen", so Frankreichs Staatschef. "Falls wir dies nicht tun, schwächen wir die Eurozone. Wir müssen eine Säule der Verantwortung und eine Säule der Solidarität bauen. Mein Gefühl ist, dass Deutschland sich dem nicht verweigert." Kanzlerin Angela Merkel hat sich diese Woche offen für einen eigenen Finanzminister und ein Budget für die Eurozone gezeigt. Die Vergemeinschaftung von Risiken lehnte sie aber ab. Macron lobte die Pläne der Bundesregierung, die Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung zu steigern. Kanzlerin Merkel "rührt an Tabus, die zurückgehen auf den Zweiten Weltkrieg", sagte Macron. Derzeit jedoch gelte: "Deutschland braucht Frankreich, um sich zu schützen - und um Europa zu schützen."

 

Für Macron muss Europa vor allem beweisen, dass es seine Bürger vor Gefahren schützt, damit es neue Zustimmung erfährt. Das gilt ihm zufolge für terroristische Bedrohungen ebenso wie für den Schutz vor Sozialdumping innerhalb der EU. Er könne in Frankreich nicht vermitteln, wenn Firmen in seinem Land polnische Mitarbeiter billiger beschäftigen könnten als Franzosen. Paris dringt vehement auf eine Neufassung der sogenannten EU-Entsenderichtlinie. Den osteuropäischen Regierungen drohte er mit "konkreten Entscheidungen", sollten sie sich nicht an EU-Regeln halten. Der geplante Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft sei kaum mehr zu vermeiden, so Macron. "Da sollten wir uns nichts vorlügen."

 

Eine scharfe Warnung richtete Macron an Syriens Diktator Baschar al-Assad. Frankreich könne in Syrien auch allein und ohne US-Beistand Luftangriffe durchführen. "Wenn erwiesen ist, dass Chemiewaffen eingesetzt wurden, und wir die Herkunft wissen, wird Frankreich mit Luftschlägen antworten, um die identifizierten Chemiewaffen-Lager zu zerstören." Der Einsatz der geächteten Waffen sei für ihn eine "rote Linie". Macron forderte einen neuen Plan zur Befriedung Syriens: "Ich mache die Amtsenthebung Assads nicht mehr zur Vorbedingung für alles. Denn ich sehe niemanden als seinen legitimen Nachfolger."

 

Sein oberstes Ziel bleibe der Kampf gegen alle Terrorgruppen: "Das sind unsere Feinde!" In jener Weltregion würden Terroristen für Anschläge auch in Europa geschult. Für die "Ausrottung" dieser Gruppen brauche es "die Zusammenarbeit aller, und insbesondere von Russland".

 

Meinung   Es soll deutsche Politiker geben, die überzeugt sind, Macron wolle sich in erster Linie auf Kosten Deutschlands profilieren.  Da ist was dran. Es heißt: "Das wird teuer - und erreicht wird nichts." Aber das kennen wir ja schon.

 

 

 

Bundesrechnungshof rügt Bundesregierung

für schlampigen Autobahnbau

 

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesrechnungshof wirft der Bundesregierung einen zu laxen Umgang bei ÖPP-Projekten im Straßenbau vor. Die Rechnungsprüfer fordern daher vom Bundesverkehrsministerium "die Datengrundlagen für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen alsbald zu verbessern" und Datenbanken zu den Kosten von ÖPP-Projekten aufzubauen, heißt es in einem unveröffentlichten Gutachten des Bundesrechnungshofs, über welches das "Handelsblatt" berichtet. Die Rechnungsprüfer haben darin geprüft, wie wirtschaftlich die Beteiligung privater Investoren (Öffentlich-Private-Partnerschaften) beim Bau der Anschlussstelle der A49 Kassel-West an die A5 ist.

 

Die Mittel dafür sind derzeit vom Haushaltsausschuss des Bundestages gesperrt und sollen an diesem Mittwoch auf Antrag des Bundesfinanzministeriums freigegeben werden. In seinem Gutachten warnt der Rechnungshof jedoch, die angenommenen Effizienzvorteile basierten auf "pauschalen, nicht mit Erfahrungswerten unterlegten und damit nicht prüfbaren Annahmen".

 

Die Belastbarkeit des Kostenvorteils sei "damit fraglich".

 

Losgelöst vom Einzelfall A49 rufen die Rechnungsprüfer den Bund dazu auf, "eine Datenbank mit ÖPP-Kostenkennwerten" und entsprechenden Auswertungsmöglichkeiten für die konventionelle Bauweise ohne Privatinvestoren zu schaffen. "Der Bericht des Rechnungshofs zeigt: Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Verkehrsministeriums ist nicht nachvollziehbar und unterm Strich mangelhaft", sagte Sven-Christian Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) versuche offenbar mit allen Tricks die Umsetzung als ÖPP-Projekt durchzudrücken.

 

"Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die mit aus der Luft gegriffenen Zahlen arbeiten, dürfen und können keine Grundlage für eine Mittelfreigabe im Haushaltsausschuss sein", so Kindler.

 

 

 

"Bild ist langweilig!"

Ex-"Bild"-Chefredakteur Günter Prinz liest die "Bild-Zeitung" nicht mehr

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der ehemalige Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Günter Prinz, liest das Blatt nicht mehr. Die "Bild"-Zeitung "ist langweilig", sagte Prinz der "Zeit". Prinz war von 1971 an zehn Jahre lang Chefredakteur der "Bild".

Unter ihm stieg die Auflage auf den historischen Höchststand von rund 5,5 Millionen verkauften Exemplaren.

 

Politisch geprägt war die Zeit von Prinz durch die Berichterstattung über die Terroristen der RAF und linke Studenten, mit denen die Zeitung damals nicht zimperlich umging. Der Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll griff "Bild" deswegen in seinem Roman "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" an.

 

"Ich habe vielleicht 10.000 Schlagzeilen gemacht. Wenn davon 100 misslungen und einige in ihrer Zuspitzung schrecklich misslungen sind, dann ist es schlimm. Aber die Quote ist halbwegs in Ordnung", sagte Prinz über seine damalige Arbeit. Prinz hat in seiner Karriere auch viele Zeitschriften gegründet, begonnen mit "Eltern" und "Jasmin". Später entwickelte er "Auto Bild" und "Bild der Frau" für den Axel-Springer-Verlag sowie die Zeitschrift "SuperIllu" für Hubert Burda Media. Günter Prinz war, in einer Übergangsphase bis zum Ausscheiden aus dem Verlag, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG

Foto über dts Nachrichtenagentur

 

d i s k u s s i o n

 

"Liest du die Bild?"  "Ja, jeden Tag"  "Prinz sagt, er lese sie nicht mehr, die Zeitung sei langweilig ..." "Stimmt, da hat er recht. Aber du musst sie lesen. Der Artikel über den grinsenden, feixenden, absolut unverschämten Afghanen, der in Ungarn angeklagt ist, als Schleuser den Erstickungs-Tod von 71 Menschen in einem Kühllaster mit verantwortet zu haben, das liest du in dieser sehr deutlichen Form nur in Bild. Das ist die Realität, die andere Medien einfach ausblenden." "Bild sollte sich mehr solch brisanten Themen widmen?" "Jeder will, dass sich ein solch grausiges Geschehen nicht wiederholt, das kann man nicht erreichen, wenn das Thema mit Samthandschuhen angepackt wird. Also: Roß und Reitzer nenen! Jeder von uns will auch, dass die Täter, wenn sie vom Gericht schuldig gesprochen werden, eine harte Strafe bekommen." "Bild ist wichtig für die Presse- und Meinungsfreiheit?" "Unbedingt, ja."  "Und Herr Prinz?" "Er hat in Sachen Bild iinzwischen  wohl eine andere Meinung. Das ist sein gutes Recht. Prinz hat die beste Bild aller Zeiten gemacht. Dass ein Seriendarsteller gewichtig erzählt, er habe als Kind morgens grundsätzlich zuerst immer die linke Socke angezogen - so was wäre bei Prinz nie ins Blatt gekommen." "Hat es einen solchen Beitrag jemals gegeben?" "Nein, aber bei Bild werden ähnlich seichte Geschichten, die null Nachrichtenwert haben, inzwischen immer öfter veröffentlicht. Warum?"

 

 

Zu Kritik an "Bild" - Stimmen im Internet

 

"Die Verantwortlichen (bei "Bild") haben kein Gespür mehr für die Denke des Lesers. Aus dem Haus Springer hört man, viele „Bild“-Redakteure kommen direkt aus dem Bio-Restaurant aus Prenzelberg mit dem Rad in die Redaktion in die Kochstraße – mit null Kontakt zum klassischen „Bild“-Leser, dem einfachen Mann von der Straße, Malocher oder Hartz-IV-Empfänger. Schon der ehemalige „Bild“-Chefredakteur Bartels schrieb in seinem Buch über das Blatt, dass die Macher völlig den Kontakt zum Volk verloren haben. Stattdessen jahrelang hündische Merkel-Liebedienereien wie unter Ex-Chef Diekmann, z.b. zur Flüchtlingskrise mit Refugees-Welcome-Kampagnen, und heute ein ideologisch aufgeladener „Bild-online“-Chef Reichelt, für den die Welt wie zu Zeiten des Kalten Krieges aus Bösen und Guten besteht, wobei die Bösen nach wie vor die Russen und Palästinenser etc. sind. In 5 Jahren, vermutlich aber eher, ist das Blatt unter 1 Million Auflage abgesackt."                                                                                                                                                                                   (Quelle: "Zeit")

 

"Wenn sich ehemalige „Bild-Macher“ schon von den Blatt abwenden, dann wundert man sich umso mehr, warum man bei Springer Kai Diekmann auf seinem Zerstörungskurs nicht schon früher ins Lenkrad gegriffen hat. Aber wahrscheinlich würde der zahnlose Regierungsschmusekurs von Friede Springer angeordnet, um ihre Freundin Angela zu unterstützen."                                                                                                                                            (Quelle: "Zeit")

 

 

"STAATSKNETE" weg!

Linke: "Schwerer Eingriff

in die Chancengleichheit der Parteien"

Bundestag stoppt Staatshilfen für verfassungsfeindliche Parteien

 

Berlin (-/dts Nachrichtenagentur) - Der Bundestag hat am Donnerstag eine Grundgesetzänderung beschlossen, mit der verfassungsfeindliche Parteien von der staatlichen Finanzierung ausgeschlossen werden sollen. Die Änderung erhielt die dafür nötige Zweidrittelmehrheit. Der Ausschluss von den Staatshilfen gilt auch für mögliche Ersatzparteien. Auch steuerliche Vorteile sollen wegfallen. Hintergrund ist der das Scheitern des NPD-Verbots vor dem Bundesverfassungsgericht im Januar. Die Partei sei zwar verfassungsfeindlich, habe aber derzeit wenig Einfluss auf die Gesellschaft und keine Möglichkeiten ihre verfassungsfeindlichen Ziele durchzusetzen, so das Gericht. Als Alternative nannte Karlsruhe einen Ausschluss der NPD von der Parteienfinanzierung. Derzeit erhält die Partei Staatshilfen in Höhe von mehr als einer Million Euro pro Jahr. Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke sprach von einem "zweifellos einen schweren Eingriff in die Chancengleichheit der Parteien." 502 Abgeordnete stimmten für die Grundgesetzänderung, 57 Abgeordnete waren dagegen, es gab 20 Enthaltungen.

 

Bundestag beschließt Gesetz

zur Rehabilitierung Homosexueller

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundestag hat am Donnerstag einstimmig ein Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung und Entschädigung Homosexueller, die nach dem früheren Paragrafen 175 verurteilt worden waren, beschlossen. Die Entschädigung soll 3.000 Euro je aufgehobene Verurteilung plus 1.500 Euro je angefangenes Jahr in Haft betragen. Ausgeschlossen von der Rehabilitierung sind Verurteilungen wegen sexuellen Handlungen, die auch unter Heterosexuellen strafbar sind oder waren - das gilt insbesondere für Handlungen mit Kindern und unter Missbrauch von Abhängigkeiten.

In der Bundesrepublik wurde der Paragraf 175 im Jahr 1969 entschärft und erst 1994 abgeschafft. Bis 1969 wurden Schätzungen zufolge rund 50.000 Männer zu Haftstrafen verurteilt, danach wurden 3.500 Männer eingesperrt. In der DDR galt der "Schwulenparagraf" bis 1968. Wie viele Männer im Gefängnis saßen, ist unklar. Urteile aus der Zeit des Nationalsozialismus wurden 2002 aufgehoben, Urteile aus der Zeit nach dem 8. Mai 1945 bisher nicht.

 

 

 

"Welt": Abschiebungen in größerem Umfang

lediglich in Balkanländer

   

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Abgelehnte Asylbewerber aus Afrika oder Asien müssen in Europa nur extrem selten mit ihrer Abschiebung rechnen: Wie die "Welt" auf Grundlage von Zahlen, die der Thinktank "European Stability Initiative" (ESI) ermittelt hat, berichtet gibt es Abschiebungen in größerem Umfang lediglich in Balkanländer. Von den 25.375 im Jahr 2016 aus Deutschland Abgeschobenen wurden demnach lediglich 7.451 in Nicht-Balkan-Länder gebracht.

 

Abschiebungen von Nigerianern, Afghanen oder Bangladeschern scheiterten hingegen fast immer an mangelnder Kooperation der Herkunftsstaaten.

Die Zahlen erfolgreicher Abschiebungen in afrikanische und asiatische Herkunftsländer seien in Italien, Frankreich, Deutschland und Schweden gleichermaßen niedrig. Diese Länder waren die Hauptzielländer der Flüchtlinge in Europa in den vergangenen Jahren. Italien brachte 2014 demnach 3.495 Asylbewerber gegen ihren Willen zurück in die Herkunftsländer.

 

2015 waren es nur 27.60, im vergangenen Jahr dann 3.670. Schweden steigerte seine Abschiebungen von 1.285 im Jahr 2014 auf 1.765 im vergangenen Jahr, obwohl sich in der gleichen Zeit die Anzahl der Ausreisepflichtigen dramatisch erhöhte. Das gleiche gilt für Deutschland: Von 6.105 im Jahr 2014 sank die Zahl zunächst auf 5.303 im Jahr 2015, um 2016 auf 7.451 zu klettern. Ein moderater Anstieg, obwohl die Zahl der Ausreisepflichtigen im gleichen Zeitraum um ein Drittel gestiegen war.

 

Nicht enthalten in den von der ESI ermittelten Zahlen sind freiwillige Ausreisen. Aber auch diese sind zumindest in Deutschland rückläufig. "EU-Länder sind überhaupt nicht in der Lage, eine große Anzahl von Leuten ohne Aufenthaltsrechte in ihre Herkunftsländer zurückzubringen", fasst der Thinktank zusammen.

Für die Zukunft ist der Befund noch dramatischer. Die Asylbewerber, deren Verfahren erst jetzt entschieden werden, stammen kaum noch vom Balkan. Und die Neuankömmlinge schon gar nicht. Sie kommen fast ausschließlich aus afrikanischen oder asiatischen Ländern, die bei Abschiebungen nicht oder nur sehr selten kooperieren.

 

 

Entwicklungshilfe-Minister Müller warnt vor gigantischer Fluchtbewegung aus Afrika

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warnt vor einer gigantischen Fluchtbewegung aus Afrika. "Wenn wir es nicht schaffen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, werden in Zukunft bis zu 100 Millionen Menschen Richtung Norden wandern", sagte Müller der "Bild am Sonntag".

 

Vor allem in Afrika entscheide sich demnach die Zukunft der Welt, so Müller.

 

Jede Woche nehme die Bevölkerung dort um eine Million zu. Diesen Menschen müsse dringend eine wirtschaftliche Perspektive in ihren Heimatländern gegeben werden. "Wenn wir weitermachen wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar keine andere Chance, als sich zu uns auf den Weg zu machen."

 

Müller forderte einen "Marshallplan", ein groß angelegtes Investitionsprogramm für Afrika. Auch internationale Konzerne müssten zu fairen Geschäftspraktiken übergehen, so Müller: "Wenn hier ein Apple-Handy für 800 Euro verkauft wird, muss sichergestellt sein, dass in den Coltan-Minen im Kongo anständige Löhne gezahlt werden und Umweltstandards gelten."

 

 

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