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Wie demokratisch ist Deutschland wirklich? Bestsellerautor Thilo Sarrazin nahm an einer Veranstaltung teil, bei der auch AfD-Spitzenfrau Dr. Alice Weidel anwesend war und eine kurze Rede hielt. Jetzt gibt es Vorwürfe gegen SPD-Mitglied Sarrazin, der nun erneut am (mittelalterlichen) Pranger steht: Muss er erst fragen, was er tun und lassen darf? Demokrat Sarrazin sagt klipp und klar: "Ich werde keine demokratische Partei ausschließen - ich werde überall meine Thesen vertreten."

 

 

Muss Sarrazin jetzt in

Sack und Asche gehen?

Er verteidigt Auftritt mit AfD-Vorstandsmitglied Dr. Alice Weidel

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bestseller-Autor Thilo Sarrazin (SPD) hat einen gemeinsamem Auftritt mit AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel bei einer Tagung am vergangenen Sonntag verteidigt. Sarrazin sagte der "Bild" (Donnerstag), er sei lediglich einer Einladung des Studienzentrums Weikersheim zur Lesung aus seinem Buch "Wunschdenken" gefolgt. "Dass dort Alice Weidel Gast war und ein Grußwort hielt, war mir nicht bekannt und auch nicht mit mir abgesprochen. Die fehlende Absprache habe ich zu Beginn meiner Rede kritisch angemerkt", so Sarrazin. Der Termin sei aber "eine runde Veranstaltung" gewesen. Sarrazin betonte: "Ich werde keine demokratische Partei ausschließen - ich werde überall meine Thesen vertreten."

 

Wahlkampf für die AfD will Sarrazin nach eigenen Worten aber weiterhin nicht machen. Weidel sagte der "Bild", es habe ihr "viel Freude bereitet, mit Thilo Sarrazin über Politikversagen besonders im Hinblick auf den gescheiterten Euro" zu diskutieren. "Sarrazin hat in vielen Punkten sehr Recht."

Politiker anderer Parteien sollten sich daran ein Beispiel nehmen und mit der AfD ins Gespräch kommen. Gleichzeitig müsse die AfD darauf fachten, "unsere Wurzeln, also den Kampf gegen den Euro, nicht aus den Augen zu verlieren."

 

 

Stark: Die englische Regierungschefin Theresa May - Foto über dts Nachrichtenagentur

 

Theresa May sieht beim Brexit

kein Zurück mehr

 

London (dts Nachrichtenagentur) - Die britische Premierministerin Theresa May sieht in der formellen Austrittserklärung an die EU einen "historischer Moment, von dem es kein Zurück mehr gibt". Das sagte May am Mittwoch im Unterhaus des britischen Parlaments. "Großbritannien verlässt die Europäische Union."

Man wolle ein Großbritannien schaffen, dass "stärker und fairer" als heute sei. "Unsere besten Tage liegen vor uns." May bekannte sich zu "den liberalen Werten Europas".

 

Auch wenn das Vereinigte Königreich die EU verlasse, wolle man ein Partner der Europäischen Union bleiben. Des Weiteren kündigte May ein Handelsabkommen mit der EU an. Zuvor hatte der britische EU-Botschafter Tim Barrow den offiziellen Austrittsbrief in Brüssel an EU-Ratspräsident Donald Tusk überreicht. Die Verhandlungspartner haben genau zwei Jahre Zeit, die Bedingungen für das Austreten Großbritanniens aus der EU zu verhandeln. Eine Verlängerung wäre nur mit der Zustimmung der übrigen EU-Staaten und der Londoner Regierung möglich.

Provokant: Serdar Somuncu - Foto über dts Nachrichtenagentur

Serdar Somuncu:

Für ihn sind Deutsche nach wie vor unberechenbar - Droht ein Bürgerkrieg?

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Kabarettist Serdar Somuncu wirft dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, einen "Bürgerkrieg in Deutschland" zu riskieren: "Stellen Sie sich vor, es stirbt nur ein Türke in Deutschland, ein AKP-Anhänger oder ein Nicht-AKP-Anhänger in einem innertürkischen Zwist. Wir hätten in einer Woche Krieg", sagte Somuncu dem Magazin "Stern".

 

Erdogan gehe ans Limit. Er provoziere, dass die Situation eskaliert. Für den in Istanbul geborenen Somuncu sind die Deutschen noch immer unberechenbar. "Ich weiß nie: Mögen die jetzt Flüchtlinge oder nicht?", sagte er. "Sind die türkenfreundlich oder türkenfeindlich? Wenn die heute sagen: `Wir sind alle für Integration` - kann sein, dass die morgen Sarrazin wieder gut finden."

 

Regelmäßig provoziert der Satiriker. Das stößt nicht immer auf Verständnis.

 

So wirft Somuncu dem WDR vor, seinen Auftritt in Carolin Kebekus` Show "Pussy Terror" zensiert zu haben: "Der Auftritt drehte sich darum, dass ich den WDR kapere. Ich stand da in Diktatoren-Uniform und sagte: `Ab heute läuft es anders. Mehr Titten, weniger Inhalt. Tom Buhrow ist eine Pussy, der wird abgeschoben.` Die sagten sich: Das mit Buhrow geht nicht. Weil sie Schiss hatten, dass sich der Chef angepisst fühlt", sagte Somuncu .

 

 

 

Wer mit wem, wie und wann ...?

SPD uneins über Koalitionsfrage

   

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Niederlage der SPD bei der Saarland-Wahl drängt der rechte Parteiflügel darauf, sich von einer möglichen Koalition mit der Linkspartei zu verabschieden. "Solange für `Beatrix von Wagenknecht` und ihre Linke die SPD der Hauptgegner ist, muss man über Rot-Rot-Grün nicht reden", sagte der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, dieser Tage der "Bild". Dagegen forderte der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Ralf Stegner, die Koalitionsfrage weiter offen zu lassen. "Wenn wir stärkste Kraft werden, muss auf uns zukommen, wer mit uns regieren will", sagte Stegner der Zeitung.

 

 

Institut der deutschen Wirtschaft:

AfD-Anhänger gehören zur Mitte der Gesellschaft

 

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Die Anhänger der AfD sind laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in der Mitte der Gesellschaft zu Hause. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Drei Forscher haben in der Untersuchung alle verfügbaren Daten über die Anhängerschaft der Partei, die inzwischen in elf Landtagen vertreten ist,  herangezogen.

 

Als Belege für ihr Ergebnis nennen sie unter anderem das Einkommens- und Bildungsniveau: Mit 2.200 Euro Netto im Monat stünden AfD-Sympathisanten etwas besser da als der deutsche Durchschnitt. 55 Prozent von ihnen hätten zudem ein mittleres Bildungsniveau (Realschule), 25 Prozent ein hohes, 20 Prozent ein niedriges Niveau.

 

 

"Merkel will oder kann keine Gefühle wecken"

SPD-Generalsekretärin:

"Die Kanzlerin ist ein

eher distanzierter Mensch"

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der nüchterne Politikstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/Foto über dts Nachrichtenagentur) hat nach Ansicht von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley den Boden für den Wiederaufstieg der Sozialdemokraten bereitet: "Angela Merkel ist ein eher distanzierter Mensch, sie will oder kann keine Gefühle wecken", sagte Barley dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe). Merkel habe sich oft nicht einmal die Mühe gemacht, ihre Politik zu erklären. "Viele fühlen sich von ihr nicht ernst genommen. So ist ein emotionales Vakuum entstanden, das Martin Schulz jetzt ausfüllt", sagte die SPD-Politikerin. Die SPD will Schulz am kommenden Sonntag offiziell zum Kanzlerkandidaten küren. Die ganze Union habe sich in Merkels Regierungszeit kaum um Empathie und Mitgefühl bemüht, meinte Barley: "Um es salopp zu sagen: Er ging ihr nie darum, sich in die Schuhe der Leute zu stellen."

 

 

 

 

z e i t e n w e n d e

 

Dumpf.   Marieluise Beck, die bei den Grünen noch in dieser Legislaturperiode Außenpolitik macht (für den neuen Bundestag kandidiert sie nicht mehr), hat vor einer Rückkehr in die Nationalstaaterei gewarnt.  Dieser Weg bedeute eine entsetzliche Enge und Dumpfheit. Wenn Sie mal ehrlich sind, Frau Beck, das bedeutet die EU aber erst recht: Eine europäische Zentralregierunmg wird uns die Luft zum Atmen nehmen. Und nur einige ganz wenige profitieren davon. Sie machen sich die Taschen weiter voll. Das Volk aber wird manipuliert und belogen. In vielen Ländern Europas, nennen wir an erster Stelle Italien und Frankreich, sind es vor allem junge Menschen, die fürchten, unter einer noch stärkeren EU-Administratiom erst recht eingeschnürt und willenlos zu werden. Die EU stehe für Offenheit und kulturelle Vielfalt, sagt Frau Beck. Ja, Frau Beck, schöner Spruch. Hat auch was von Sozialromantik. Wir wissen längst: Das ist die Schönfärberei der Mächtigen, die sie nichts kostet - uns aber die Freiheit nimmt. Die Jugend Europas bleibt immer mehr auf der Strecke! Sie hat keine Perspektive. Ist Ihnen das eigentlich bewusst, Frau Beck?

 

An der Saar. Wochen vor dem Volksentscheid (unter Aufsicht des Völkerbundes), bei dem die Saarländer Anfang der 30er Jahre  des vergangenen Jahrhunderts  'Ja' zu Deutschland oder 'Ja' zu Frankreich sagen sollen. Die Situation ist klar: "Heim ins Reich" - das ist die Devise. Eine gewaltige nationale Welle erfüllt das kleine Saarland, das so abhängig von Frankreich scheint. Die Kamera erfasst eine Opernaufführung, in dem viel vom "Deutschtum" die Rede ist. Zum Ende der Aufführung vereinen sich Künstler und Publikum in trauter Eintracht. Die Volksgemeiunschaft lebt. Gemeinsam wird die 1. Strophe des Deutrschlandliedes 'geschmettert': "Deutschland, Deutschland über alles ...."

 

Der Film, um den es geht und der den jugendbewegten Titel "Flamme empor" trägt, beleuchtet die politische Situation damals an der Saar: Jugendbünde der unterschiedlichsten Art treffen sich zur 'Sonnenwendfeier' auf dem weitläufigen Grundstück eines Professors und Alt-Wandervogels. Die Mädchen des Jung-Wandervogels schwärmen in romantischer Verklärung für ihren Gruppenführer, von dem sie sich nichts sehnlichert  wünschen als ein Kind. Untereinander bestimmen Eifersucht und Denunzination den Alltag in der Gruppe. Die Geusen veranstalten halbnackt 'Ritterspiele' mit homoerotischen Varianten, bei denen es vordergründig darum geht, ihre braungebrannten Körper zur Schau zu stellen. Die "Hitler-Jugend" zelebriert die militärische Formation, es gelten Befehl und Gehorsam. Die totale Unterwerfung. Der "Kommunistische Jugendverband", als Feind empfunden, deren Mitglieder dann auch sofort verdächtig sind, willkürlich Feuer gelegt zu haben, ist  in den Wäldern  'auf Posten' gegangen. 

 

Deutschland aus der Sicht der Jugend, die sich ihre Freiheit bewahren will und doch immer mehr in die Abhängigkeiten eines Regimes gerät, das keine Konkurrenz duldet. Der von Rolf von Sydow 1978 produzierte TV-Film, bei dem Eberhard Schubert Regie führt, gilt als eines der intelligensten Fernspehspiele, das je im 'Deutschen Fernsehen' gezeigt wurde. Warum es bis heute nicht wiederholt wurde, hat sicher auch damit zu tun, dass das Deutschlandlied so iinbrünstig von den Jungen und Alten gesungen wird. Dieses Pathos, so ist scheinbar die Meinung der Fernsehgwaltigen, passt nicht mehr in unsere Zeit. Das hat auch was mit Zensur zu tun! Schubert ist mit seinem Film der Realität der 30er Jahre sehr nahe gekommen - und die Realität lässt sich nicht einfach ausklammern. Wie  begeistert gerade junge Menschen anfangs  auf den Nationalsozialismus reagierten, passt offenbar heute nicht ins Bild. Schubert hat vor allem etwas ganz Wichtiges mit seinem Film erreicht: Er ist bei der Wahrheit geblieben, er hat Geschichte nicht verfälscht.

 

Für die damals erst 24 Jahre alte Mareike Carriere, die leider nicht mehr unter uns ist, war es der künstlerische Durchbruch. Wir sehen sie beim frühmorgendlichen Tanz im Wald - so wie Gott sie schuf. In meiner Videothek hat dieser Film, den ich mir nur über den Sender direkt beschaffen konnte, einen Platz in der ersten Reihe ...

 

 

"Wer Probleme beim Namen nennt und die Einhaltung geltender Regeln einfordert, dem drohen Politiker, Medien und Asylprofiteure mit Staatsanwalt und Verfassungsschutz"

                                                                                                                          Dr. Thilo Sarrazin, SPD

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