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Wirtschaftsweiser Peter Bofinger/Foto über dts Nachrichtenagentur -

 

                                                        

Bofinger fürchtet weltweiten Handelskrieg

 

Berlin/Washington -  (dts Nachrichtenagentur) - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger (Foto/dts Nachrichtenagentur) befürchtet einen weltweiten Handelskrieg, sollte der neue US-Präsident Donald Trump seine protektionistischen Ankündigungen wahr machen. "Wenn jeder Staat nach Gutsherrenart einem anderen Staat Handelszölle auferlegt, dann führt das unweigerlich zu Handelskriegen, die nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Weltwirtschaft fatal wären", sagte Bofinger der "Saarbrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).

 

Die USA seien zwar in der Welthandelsorganisation WTO und damit auch in internationale handelspolitische Verträge eingebunden, "aber wenn ein großer Akteur wie die USA dieses Regelwerk aufkündigt, dann werden die anderen das auch tun", sagte Bofinger.

Protektionismus und Zollbarrieren seien genau das Gegenteil von dem, was Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark gemacht habe. "Es hat enorm auf die Globalisierung gesetzt und davon ganz erheblich profitiert." So habe sich der Anteil der Exporte an der deutschen Wirtschaftsleistung seit 1991 "um fast auf die Hälfte verdoppelt", erläuterte Bofinger.

 

"Entsprechend würde es Deutschland auch am meisten schaden, sollte die globale Wirtschaft wieder zur Kleinstaaterei zurückkehren."

 

 

"Traditionals" machten Trump zum Präsidenten

Studie zeigt auf: Im Milieu der spaß- und erlebnisorientierten "Sensation-Oriented"

wählten 56 Prozent Clinton und 33 Prozent den neuen Präsidenten

 

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Heute wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt: Donald Trump. Jetzt ist eine Milieustudie zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahlentscheidung keine reine Frage von sogenannter Ober- oder Unterschicht war. Vielmehr gab die Wertorientierung den Ausschlag, so eine Analyse des Meinungsforschungsinstituts YouGov auf Basis der sogenannten "Sinus-Milieus".

 

Während der künftige US-Präsident Donald Trump neben dem konservativen Establishment auch in hohem Maße die abstiegsängstliche Mitte und die Modernisierungsverlierer mobilisieren konnte, punktete Hillary Clinton sowohl im liberalen Intellektuellenmilieu als auch bei der jungen kosmopolitischen Elite bis hin zu Menschen, die zwar über wenig Geld und Bildung verfügen, aber "spaßorientiert" sind.

 

74 Prozent der vom Sinus-Institut so bezeichneten "Traditionals" haben Donald Trump gewählt. In diesem sicherheits- und status-quo – orientierten Milieu der "kleinen Leute" hatte der neue Präsident den höchsten Wähleranteil, im ältesten Milieu in den USA. Hillary Clinton dagegen erreichte die höchste Wählerzustimmung in den sogenannten "Zukunftsmilieus".

 

72 Prozent der so bezeichneten "Adaptive Navigators", der jungen anpassungs- und leistungsbereiten Mitte der Gesellschaft, und 69 Prozent der "Digital Avantgarde", der jungen, ambitionierten urbanen Kosmopoliten, haben Clinton gewählt. Im gut situierten Milieu der "Intellectuals" hat Clinton mit 64 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen bekommen wie Trump mit 31 Prozent. Bei diesem Milieu handelt es sich um die aufgeklärte Bildungselite in den USA mit liberaler Grundhaltung und postmateriellen Wurzeln.

 

Im konservativen, traditionell republikanernahen Oberschicht-Milieu der "Established" liegt Donald Trump – trotz Kritik an seinem teilweise rüpelhaften Auftreten – deutlich vor Clinton, nämlich mit 59 Prozent zu 38 Prozent. In diesem Milieu zählt Leistung ebenso wie Status und traditionelle Moral. Eine ähnliche Verteilung zeigt sich im zahlenmäßig großen "Modern Mainstream Milieu": Trump erreicht hier 58 Prozent, Clinton 35 Prozent.

 

Es ist das klassische Milieu des "middle America", in dem Familienwerte hoch gehalten werden und das nach gesicherten, harmonischen Verhältnissen strebt. Weil diese in der modernen Welt zunehmend weniger erreichbar sind, leiden viele an wachsender Überforderung und Abstiegsängsten. Interessanterweise ist die US-amerikanische Unterschicht genauso gespalten wie das ganze Land.

 

Im Milieu der spaß- und erlebnisorientierten "Sensation-Oriented" wählten 56 Prozent Clinton und 33 Prozent Trump.

 

Bei den "Consumer-Materialists", dem prekären, vernachlässigten und verbitterten Milieu der "American Poor", ist es genau umgekehrt: 60 Prozent wählten Trump und nur 29 Prozent Clinton. In diesen beiden bildungsfernen Milieus war die Wahlbeteiligung erwartungsgemäß am niedrigsten. Die Milieuanalyse zeige sehr deutlich die Gräben innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft, sagte Sinus-Chef Manfred Tautscher. Ähnliche Entwicklungen beobachte man auch in Europa und speziell auch in Deutschland. "Die entscheidende Frage im jetzt anstehenden Wahljahr wird sein, wem es gelingt, die verunsicherten Milieus der Mitte zu erreichen", so Tautscher.

 

Bei den sogenannten Sinus-Milieus wird die Gesellschaft für die Analyse in Gruppen eingeteilt, die sich nicht nur durch den ökonomischen Status bestehend aus Geld und Bildung, sondern auch durch ihre Wertorientierung voneinander unterscheiden.

 

 

 

Ein gefragter Mann:

 

FDP-Chef Lindner wird immer

 

wichtiger für die Berliner Republik

 

 

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist zum gefragtesten Politiker in Deutschland geworden. Jetzt wird bekannt: Das frisch gewählte Spitzenenkandidaten-Do der Grünen hat einen direkten Kontakt zu dem liberalen Politiker gesucht. Die selbstbewusste Katrin Göring-Eckardt

und der eitle Cem Özdemir wollen offenbar ausloten, ob es nach der Bundestagswahl im September zu einer Ampelkoalition (Union/Grüne/FDP) kommen könnte.

 

Schwarz-Grün allein hat nach allen Umfragen keine Chance.

 

Die Grünen machen zwar keine Koalitionsaussage, es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die "Realos" Göring-Eckardt und Özdemir eher eine Koalition mit der Union favorisieren. FDP-Chef Lindner jedoch gilt als einer der entschiedensten Kritiker von Angela Merkel. Er hat wenig Hoffnung, dass sich vor allem an der gescheiterten Flüchtlingspolitik der Kanzlerin Grundlegendes ändern wird. Und sein Verhältnis zu den Grünen wird als 'angespannt' beschrieben. Kein Wunder, dass auch die SPD den Liberalen umwirbt, während CDU-Generalsekreträr Tauber ihn in einen Topf wirft mit AfD-Granden - und so den Graben zwischen FDP und CDU noch weiter vertieft. . 

 

Zudem kann sich in Berlin niemand sicher sein, dass die CSU überhaupt mit den Grünen harmonieren will.  Inzwischen mehren sich Stimmen bei den Christlich-Sozialen, die betonen: "Wir müssen uns nicht an der neuen Bundesregierung beteiligen." Damit wäre auch eine Ampel vom Tisch. Es bliebe nur noch die ungeliebte 'GroKo'.

 

Spannende  Zeiten.

 

 

Christian Lindner: "Merkel belastet die CDU"

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus Sicht von FDP-Chef Christian Lindner ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur "Belastung" für die CDU geworden. "Es gibt schon so was wie einen Merkel-Malus, der die CDU belastet", sagte Lindner der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Das Unverständnis im bürgerlichen Lager über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin sei enorm.

 

"Merkels Flüchtlingspolitik war falsch und in Teilen chaotisch", sagte Lindner. Anstatt den Haushaltsüberschuss des Jahres 2016 wie geplant komplett in die Schuldentilgung fließen zu lassen, müsse die Bundesregierung den Steuerzahler umgehend entlasten, fordert der FDP-Chef. "Wir sollten den Haushaltsüberschuss von sechs Milliarden Euro nutzen, um den Solidaritätszuschlag abzuschmelzen. Das kann der Bundestag alleine, ohne Zustimmung der Länder, beschließen. Dazu sollte die Freigrenze beim Solidaritätszuschlag spürbar erhöht werden", sagte Lindner. Für Jahresbrutto-Einkommen bis zu 50.000 Euro könne "der Solidaritätszuschlag in diesem Jahr komplett entfallen, wenn man den Haushaltsüberschuss nutzt".

 

 

Europa - weltpolitisch

nur noch "Kreisklasse"?

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, fordert von der Europäischen Union eine größere Rolle in der Weltpolitik. Zur Zeit sei die EU sicherheits- und außenpolitisch handlungsunfähig, sagte Ischinger am Samstag im "rbb-Inforadio". Er verwies unter anderem auf den Syrien-Konflikt: "Wir haben in diesem Jahr erlebt, dass Europa, das doch hunderttausende Flüchtlinge aufnehmen musste, vollkommen an den Spielfeldrand gedrängt worden ist, als es um die Frage ging, wer entscheidet eigentlich über Krieg und Frieden?"

 

Die Europäer jedenfalls hätten weder "Sitz noch Stimme" bei den Verhandlungen zu Syrien gehabt.

 

Als Konsequenz fordert Ischinger Mehrheitsentscheidungen in der Außen- uns Sicherheitspolitik: "Wenn wir nicht in die Kreisklasse abgedrängt werden wollen, dann müssen wir zeigen, dass wir handeln können, und dass wir auch gemeinsam entscheiden können. Dann muss man mit Mehrheitsentscheidung anfangen in der Außenpolitik und darf nicht eine Lage weiterlaufen lassen, in der jeder der 28, der ein kleines Wehwehchen hat, jede Entscheidung in der Außenpolitik mit einem Veto verhindern kann."

 

Ischinger sieht die EU - auch mit Blick auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump - stärker auf sich gestellt.

 

Er trat aber Befürchtungen entgegen, dass die USA unter Trump ein Bündnis wie die NATO in Frage stellen könnten. Die Gefahr einer solchen Entwicklung sehe er "bei unter 10 Prozent". "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine rationale amerikanische Administration auf die Idee kommt, so zu handeln, denn nichts wäre für das weltpolitische Ansehen der USA so desaströs negativ, wie wenn die USA seit einem halben Jahrhundert bestehende Bündnisgarantien in Frage stellen würden."

 

 

Israelischer Botschafter will Entschuldigung

von AfD-Politiker Höcke

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hat den thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke aufgefordert, sich für seine Äußerungen zum Holocaust-Gedenken zu entschuldigen. "Es ist eine Schande, dass unter uns Menschen sind, die falsche Konsequenzen aus der deutschen Geschichte ziehen wollen", sagte Hadas-Handelsman den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Eine Entschuldigung bei allen Opfern des Nationalsozialismus wäre angebracht, zuerst bei den im industriellen Massenmord umgekommenen sechs Millionen Juden." Äußerungen wie von Höcke dürften keinen Platz haben in einem demokratischen Deutschland, das heute für Vielfalt, Toleranz und Freiheit stehe. Höcke hatte bei einer Veranstaltung der Jungen Alternative in Dresden eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert. Die "dämliche Bewältigungspolitik" lähme die Gesellschaft.

 

Offenbar mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin sagte Höcke: "Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."                                                                                                                                         Foto über dts Nachrichtenagentur

 

 

Unions-Innenexperte gegen Beobachtung

der AfD durch Verfassungsschutz

 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), lehnt die Beobachtung der AfD und ihres thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke durch den Verfassungsschutz ab. "Höckes Rede war abstoßend und widerwärtig", sagte er der "Berliner Zeitung" (Samstagsausgabe). "Das war nicht im Einklang mit der Verfassung. Doch es sollte unbedingt vermieden werden, dass Höcke einen Märtyrer-Status aufbauen kann. Deshalb sollte man ihn auch nicht vom Verfassungsschutz beobachten lassen." Mayer fügte hinzu: "Gleiches gilt für die AfD insgesamt. Man muss sie politisch bekämpfen. Die AfD würde sich sonst nur in einer Opfer-Rolle suhlen." - (-) Der frühere sächsische Ministerpräsident, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU), hatte zudem kürzlich festgestellt, dass von der AfD keine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Ordnung in Deutschland ausgehe.
 
 

NPD-Finanzierung: SPD bringt

Grundgesetz-Änderung ins Gespräch

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der Diskussion um staatliche Finanzierungszuschüsse für die NPD bringt die SPD eine Änderung des Grundgesetz-Artikels 21 ins Gespräch. "Es wurde höchstrichterlich bestätigt: die NPD ist verfassungsfeindlich. Es kann nicht sein, dass die NPD weiter am Tropf des Steuerzahlers hängt. Mit diesem Urteil im Rücken sollten wir jetzt prüfen, ob wir neue Kriterien für die Parteienfinanzierung schaffen und verfassungsfeindliche Parteien von der finanziellen Unterstützung durch den Staat ausschließen", sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, der "Bild". "Das wäre nur mit einer Grundgesetzänderung möglich. Denkbar ist hier eine Erweiterung von Artikel 21."

 

Mit einer Ergänzung des Artikels könnten "offensichtlich verfassungsfeindliche" Parteien von Zuschüssen aus der Steuerkasse ausgeschlossen werden. Im Bundestag wäre dafür eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich. Das Bundesverfassungsgericht hatte Dienstag entschieden, dass die NPD nicht verboten wird.

2015 erhielt die rechtsextreme Partei rund 1,3 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen.                                                              Mehr zur NPD auf Aktuell

 

 

 

Schily kritisiert NPD-Urteil

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat das NPD-Urteil des Bundesverfassungsgerichts scharf kritisiert. Die Karlsruher Richter bewerteten die NPD zu Unrecht als "politische Petitesse", sagte Schily der "Rheinischen Post". Es sei eine seltsame Logik, die eine erwiesen verfassungsfeindliche Partei erst dann aus dem Verkehr ziehen wolle, wenn sie zu Kräften gekommen sei. "Eine Partei nach dem Muster NPD ist ein Krebsschaden der Demokratie, der beizeiten bekämpft werden muss und nicht erst, wenn er sich ausgebreitet hat", sagte Schily.

                                                                                                                                  Foto über dts Nachrichtenagentur

 

Merkels "best friend"

Kretschmann: Brauchen sie 

als "erfahrene Krisenmanagerin"

   

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für unverzichtbar. "In der europäischen Krise ist Angela Merkel ein Stabilitätsanker. Wir brauchen sie als erfahrene Krisenmanagerin", sagte der Grünen-Politikerjüngst im Interview mit dem "Tagesspiegel".

 

Selbst bei den europäischen Regierungschefs, die mit ihrem Kurs nicht einverstanden seien, genieße Merkel Autorität und Ansehen. "Wer sonst sollte Europa in so einer Situation zusammenhalten?", sagte Kretschmann. Die Kanzlerin habe ihre Linie in der Flüchtlingspolitik nicht verrraten, sagte er weiter. "Im Gegenteil. Sie verteidigt ihren Kurs auch gegen Widerstand in den eigenen Reihen. Dabei hat sie meine volle Unterstützung", sagte Kretschmann. Deutschland habe im letzten Jahr fast zwei Drittel der Flüchtlinge in Europa aufgenommen. "Wir sind das weltoffenste und liberalste Land der Welt."  

 

MEINUNG   Eine dicke Freundschaft. So etwas führt meist dazu, Realitäten aus dem Blick zu drängen. Passiert auch hier wieder: Frau Merkel hat bis dato keine einzige Krise wirklich gelöst: Euro-Krise, Flüchtlings-Krise, Sicherheits-Krise, Renten-Krise, Energie-Krise ... Alles wie gehabt. Frau Merkel lässt sich als 'Siegerin' feiern, ist aber in Europa und weltweit total isoliert. Der junge österreichische Außenminister Sebastian Kurz kauft ihr längst den Schneid ab. Und: "Wir sind das weltoffenste und liberalste Land der Land ..." Aber was für einen Preis zahlen wir dafür, Herr Ministerpräsident? Und Toleranz hat in Deutschland Grenzen wie noch nie. Sind sie doch mal realistisch! Träumen war gestern.

 

Solms warnt FDP vor "zu viel Hochmut"

Berlin/Lich (Oberhessen) -  (dts Nachrichtenagentur) - Der FDP-Bundesschatzmeister Hermann-Otto Solms (FDP) sorgt sich nach dem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart darum, dass seine Partei mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst zu optimistisch ist.

Gegenüber der Zeitung "Bild" (Samstag) warnte Solms davor, dass die FDP sich zu sehr auf die Umfragen verlasse, die den Liberalen den Wiedereinzug ins Parlament voraussagen. "Es ist sehr wichtig, dass die FDP Demut bewahrt", sagte Solms weiter. Solms, der erneut für den Bundestag kandidiert und Aussichten auf das Amt des Alterspräsidenten hat, wenn die FDP die Fünf-Prozent-Hürde überwindet, bekräftigte: "Die FDP ist noch nicht über den Berg."                                                                                                                                                                         Foto Hermann Otto Solms über dts Nachfichtenagentur

 

Flüchtlinge: Familiennachzug 2016 deutlich gestiegen

 Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Nachzug von Ehepartnern und anderen Familienangehörigen zu Ausländern, die in Deutschland leben, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. "In den ersten drei Quartalen sind 2016 weltweit gut 70.000 Visa zum Familiennachzug erteilt worden, darunter ein Großteil für den Familiennachzug zum Schutzberechtigten", erfuhr die "Welt" aus dem Auswärtigen Amt. Im Gesamtjahr 2015 wurden der Zeitung zufolge etwa 50.000 Visa für den Familiennachzug zu in der Bundesrepublik lebenden Ausländern erteilt, 2014 waren es demnach etwa 30.000 Visa.

 

Das Bundesinnenministerium und das ihm beigeordnete Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) veröffentlichen zwar regelmäßig Angaben zur Entwicklung der Asylanträge und zu den Registrierungen neu eingereister Schutzsuchender, jedoch nicht zur Höhe des Familiennachzuges. Auf Anfrage antwortete das Bundesamt, "beim Thema Familiennachzug nicht der richtige Ansprechpartner" zu sein.

 

 

Mehr Asylanträge in Deutschland als in übrigen EU-Staaten zusammen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland wurden in den ersten drei Quartalen 2016 mehr Asylanträge gestellt und Asylentscheidungen getroffen, als in den übrigen 27 Staaten zusammen.Das geht aus Datensammlungen des europäischen Statistikamtes hervor, über die die "Welt" berichtet. Demnach gab es in der gesamten EU rund 756.000 erstinstanzliche Entscheidungen über Asylanträge, davon rund 420.000 in Deutschland. Den Daten zufolge wurden in den ersten drei Quartalen 2016 in der EU insgesamt 988.000 Asylanträge gestellt, schreibt die Zeitung. Davon entfielen rund zwei Drittel alleine auf Deutschland (612.000 laut Eurostat, 658.000 laut Bundesinnenministerium). Den zweiten Platz nimmt mit deutlichem Abstand Italien ein (68.000 Entscheidungen, 85.000 Anträge). Danach folgt Frankreich (63.000 Entscheidungen, 62.000 Anträge). In Griechenland gab es laut Eurostat hingegen in den drei Quartalen nur 7.600 Asylentscheidungen (30.000 Anträge).

 

 

z e i t e n w e n d e

 

Präsidentenwechsel in den USA und auch in Deutschland.

 

Barack Obama war ein faszinierender Redner: „Yes We Can!“ Das hat viele Menschen in den USA begeistert. Anfangs. Bis ein großer Teil der US-Bevölkerung für sich erkannte: „Er redet nur, er tut nichts.“

 

Auch Joachim Gauck, der scheidende Bundespräsident, hat gute Reden gehalten. Das klang immer so wohltuend, so warm, so herzlich. Er ist Pfarrer, der kann reden. Das war mein Eindruck. Doch seine 'Abschiedsrede' hat mich enttäuscht.

 

Gauck spricht vom „besten, vom demokratischsten Deutschland, das wir jemals hatten.“ Auch das klingt gut. Die Wirklichkeit aber ist das nicht.

 

Es gibt zu viele Defizite in unserem Land, die erschrecken, die uns sprachlos machen. Es gibt zu viele Menschen, die allein gelassen werden. Menschen, die nicht immer die volle Wahrheit erfahren, die erleben müssen, dass die Politik, der Staat in vielen Bereichen versagt, sich das aber nicht eingestehen will. Und manches vertuscht.

 

Die Eltern einer Studentin werden beim Weihnachts-Anschlag vor der Gedächtniskirche in Berlin ermordet. Ergreifend hat die 22-Jährige jetzt in „Bild“ geschildert,  wie herzlos sie von den Behörden behandelt wurde.

 

„Kein Kranz, kein Beileidsbrief, kein tröstendes Wort: Der Staat hat für die ermordeten Eltern der Berliner Studentin nichts übrig“, schreibt „Bild“. Ein zutiefst menschlicher Artikel.

 

Auf der anderen Seite werden wir gewahr, dass der Berliner Attentäter kein Unbekannter war, lange im Fokus der Ermittler stand. Der Anschlag in Berlin hätte verhindert werden können. Diese Erkenntnis drängt sich auf.

 

Lieber Herr Gauck, auch die schönsten Worte können so vieles, was in unserem Land schief gelaufen ist und weiter schief läuft, nicht vergessen machen. Es ist nicht so, dass die Zeiten überall schlecht sind – und vor allem die Menschen jetzt dafür sorgen sollen, dass es wieder besser wird.

 

Dafür muss in erster Linie die Politik etwas tun.

 

Nicht nur 'das Wahlvolk'  mit immer neuen Ideen und Forderungen überschütten, die sowieso nicht umgesetzt werden können und nur vorgaukeln sollen, was die Politik alles unternimmt, um Schwierigkeiten zu meistern. Es geschieht konkret einfach zu wenig.  Viele Bürger haben kein Vertrauen mehr in den Staat. Die Zahl derer, die in der Demokratie nicht die allerbeste Staatsform sehen, nimmt stetig zu.

 

Ein Land, in dem sich Menschen nicht mehr sicher, nicht mehr wohlfühlen, hat keine Perspektive.

 

Mit tollen Reden und auch mit Geld lassen sich die Probleme in Deutschland nicht weiter zu kleistern.

 

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