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Bauarbeiter / Symbolfoto dts Nachrichtenagentur

 

W E N I G E R   A R B E I T

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli gesunken

 

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juli 2017 um 1,1 Prozent niedriger gewesen als im Juni 2017. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sank das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von Mai bis Juli 2017 gegenüber Februar 2017 bis April 2017 um 4,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli 2017 um 3,9 Prozent höher. In den ersten sieben Monaten 2017 stieg er um 2,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

 

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im Juli 2017 nominal mit rund 6,3 Milliarden Euro um 7,5 Prozent höher als im Juli 2016. Einen höheren Auftragseingang in einem Juli habe es zuletzt vor 21 Jahren gegeben (1996: 6,6 Milliarden Euro), teilten die Statistiker weiter mit. Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2016 stiegen die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2017 nominal um 5,8 Prozent.

 

 

Tegel-Befürworter

bei Volksentscheid

in Berlin vorne

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Beim parallel zur Bundestagswahl durchgeführten Referendum über die mögliche Offenhaltung des Berliner Flughafens Tegel liegen die Befürworter vorn. Nach Auszählung von 15 Prozent der Wahlbezirke stimmten rund 58 Prozent dem Beschlussentwurf für die Offenhaltung zu. Der Berliner Senat soll laut Abstimmungstext damit aufgefordert werden, sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und alle Maßnahmen einzuleiten, die erforderlich sind, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern.

 

Das Ergebnis wird aber nicht rechtlich bindend sein.

Foto über dts Nachrichtenagentur

 

 

Sex-Affäre bei Fluggesellschaft ?

 

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Piloten einer bekannten deutschen Fluggesellschaft sollen Stewardessen heimlich beim Sex im Flugzeug und außerhalb gefilmt oder fotografiert haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Angaben aus Firmenkreisen und einen Brief der Geschäftsführung. Danach sollen die Filmchen und Fotos im Pilotenkreis wie "Trophäen" herum gereicht worden sein.

 

Focus zitiert aus einer "Crewinformation" der Airline, vom 12. Juni 2017. Darin wird vor "strafrechtlichen Relevanz" von "heimlichen Videoaufnahmen und deren Verbreitung" gewarnt. "Wir haben von folgendem Sachverhalt Kenntnis erlangt: Innerhalb des Kreises der Piloten gibt es offensichtlich einige Kollegen, die heimlich Fotos und/oder Videoaufnahmen von den weiblichen Kolleginnen machen, die die Betroffenen bei eindeutigen sexuellen Handlungen zeigen", zitiert Focus aus dem Schreiben. Dieses Bildmaterial würden die Piloten im Anschluss gegenüber Kollegen veröffentlichen, "und zwar ohne das Wissen oder vor allem ohne das Einverständnis der betroffenen Kolleginnen".

 

Der Aushang warnt die Übeltäter vor "erheblichen (arbeits- und strafrechtlichen) Konsequenzen" bis hin zum "Entzug ihrer Zuverlässigkeitsüberprüfung", dazu drohten ihnen Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren. Die Fluggesellschaft sagte dem Focus, man gehe "jeglichem Anfangsverdacht rigoros nach". Allerdings lägen der Fluglinie "hinsichtlich der genannten Gerüchte" bis jetzt "keinerlei Belege oder Aussagen vor, die Ansatzpunkt für eine Verfolgung wären".

Daher habe man die Mitarbeiter "vorsorglich über ein Rundschreiben unmissverständlich über die Missbilligung und rechtlichen Konsequenzen durch das Unternehmen informiert".                                                                                                                             Foto Flugzeugkabine mit Cockpit (über dts Nachrichtenagentur)

 

 

EKD-Ratsmitglied: Evangelische Kirche

nimmt wenig Rücksicht auf Konservative

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die evangelische Kirche nimmt aus Sicht des EKD-Ratsmitglieds Thomas Rachel (CDU) zu wenig Rücksicht auf konservative Christen. "Es besteht eine Diskrepanz zwischen der Basis und den Gremien", sagte Rachel, der auch Staatssekretär im Bundesbildungsministerium ist, der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

 

Er habe das Gefühl, dass Konservative von der evangelischen Kirche "vielleicht nicht immer genug" gehört werden.

 

Rachel hatte sich offen gegen die "Ehe für alle" ausgesprochen. Im Gegensatz zur Führungsebene der Kirche, so Rachel, seien die Christen mit einem frommen und bürgerlichen Weltbild in den Gemeinden oft in der Mehrheit. "Die konservativen Stimmen spielen in den Gemeinden gewiss nicht selten eine größere Rolle als in manchen überregionalen Gremien", so Rachel. Die EKD sei daher gut beraten, auch in der Synode dieses Meinungsspektrum abzubilden: Eine "der größten Herausforderungen der evangelischen Kirche in den nächsten Jahren" sei es laut Rachel, dass "die frommen und bürgerlichen Gemeindeglieder nicht heimatlos werden".     

                                                                                                                  

 

Politikberater Flügge wirft

Konservativen Sprachlosigkeit vor

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Politikberater und Bestseller-Autor Erik Flügge hat konservativen Politikern wie dem Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) Sprachlosigkeit vorgeworfen. "Besorgt bin ich, weil sich ein politisches Lager, ob aus rhetorischer Hilflosigkeit oder denkerischer Dürftigkeit, aus dem Diskurs verabschiedet", so Flügge in einem Gastbeitrag der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

 

Für viele Konservative seien Fakten nicht mehr ausschlaggebend.

 

Sie klammerten Gegenargumente aus und lieferten nur noch Pseudoargumente, die der eigenen Selbstvergewisserung dienten. Als Beispiel verwies Flügge auf die Rede von Kauder zur "Ehe für alle" im Bundestag. Diese sei "Ausdruck einer großen Überforderung" und "symptomatisch für die Sprachlosigkeit eines ganzen politischen Lagers" gewesen.

 

Flügge, der sich selbst als liberalen Katholiken bezeichnet, appellierte an die katholische Kirche, die Evangelikalen und konservative Politiker, wieder Argumente zu liefern, die "wissenschaftlichen Standards genügen und der Logik folgen". Dies sei für einen Diskurs zwischen "bewahrenden und verändernden Kräften" in der Gesellschaft nötig. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die konservative Position anfällig für Populisten werde.

 

Dann werde die "Sprachlosigkeit der konservativen Eliten zum gesamtgesellschaftlichen Problem" und vertiefe nur noch die "Spaltung zwischen den abgehängten Diskursflüchtlingen auf der einen und der Restöffentlichkeit auf der anderen Seite".

 

 

Richterbund-Chef Gnisa kritisiert

Rechtssystem im Merkelland:

 

"Abschiebe-Verfahren werden vernachlässigt,

Ordnungswidrigkeiten dagegen

'ohne Ausnahme' verfolgt"

   

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Jens Gnisa, hat grundsätzliche Kritik am Rechtssystem geübt und staatliche "Vollzugsdefizite" bemängelt. So seien in Deutschland derzeit 150.000 Haftbefehle nicht vollstreckt, und auch die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber sei über viele Jahre vernachlässigt worden, sagte Gnisa dem "Spiegel". Da verzweifle er am Rechtssystem, "nicht an den Paragrafen, sondern an der fehlenden Umsetzung".  Auch bei der Anwendung von Strafvorschriften sieht Gnisa Defizite: "Im Moment werden Ordnungswidrigkeiten viel strenger verfolgt als Straftaten." Aufgrund von Erlassen der Landesjustizminister würden viele kleinere Delikte gar nicht mehr verfolgt, der Strafanspruch werde aber offiziell hochgehalten. Zudem steige die Zahl der Verfahren im Bereich kleiner und mittlerer Kriminalität, die sofort wieder eingestellt würden, immer weiter an. Ordnungswidrigkeiten, etwa Tempoverstöße, würden dagegen "ohne Ausnahme" verfolgt. Rechtlich sauber wäre es dagegen, so Gnisa, etwa den Konsum weicher Drogen formal zu erlauben. Gnisa rät zudem, Schwarzfahren zu einer bloßen Ordnungswidrigkeit zurückzustufen.

 

 

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