DEUTSCHE WAHRZEICHEN
DEUTSCHE WAHRZEICHEN
ffmdirekt-frankfurt.de
ffmdirekt-frankfurt.de  

SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN - Urheber: Jeff Wilcox - CC-BY-2.0

DEUTSCHLAND ADE

Land ohne Nationalhymne ?

 

 

Berlin/Frankfurt am Main - In der ehemaligen DDR hatten "Betonköpfe" irgendwann die Nase voll. Vor allem von der Textpassage "einig Deutschland Vaterland" in der DDR-Nationalhyme, die mit "Auferstanden aus Ruinen" begann. Das roch ja schon gewaltig nach Revolution. Also verordneten Honecker und Konsorten: Die Nationalhymne darf nicht mehr gesungen werden. Im wiedervereinigten Deutschland sind seit langem starke politische Kräfte am Werk, die ebenfalls wollen, dass das "Deutschlandlied" nicht mehr gesungen bzw. ganz aufgegeben wird. Es soll durch die "Europa-Hymne" ersetzt werden. Die muß nicht gesungen werden. Die Hymne ist eine Instrumentalfassung des Hauptthemas "Ode an die Freude" aus dem letzten Satz der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens. Sie war, auf Drängen der arroganten DDR-Funktionäre,  bereits Hymne für 'gesamtdeutsche Mannschaften' bei früheren Olympischen Spielen. Die BRD-Regierung gab auch hier in allen Punkten nach.

 

Die DDR, die unter Honecker äußerst faschistische Töne anschlug, hatte immer wieder am Text des Deutschlandliedes herumgemäkelt - heftig unterstützt von ihren Vasalen im Westen. August Heinrich Hoffmann von  Fallerleben (Foto, aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg) schrieb den Text zum Deutschlandlied 1841 auf der Insel Helgoland. Im Kaiserreich wurde die Kaiserhymne intoniert, die in ihrer Melodie identisch ist mit Britanniens Hymne. In der Weimarer Republik war das Deutschlandlied Nationalhymne. Auch die Nazis verzichteten nicht darauf. Bei ihnen wurde die 1. Strophe angestimmt, danach erklang das aus der NS-Bewegung heraus geschaffene "Horst-Wessel-Lied". In der Bundesrepublik wurde zunächst versucht, eine andere Hymne ("Hymne an Deutschland") zu installieren, doch das misslang auf ganzer Breite. Die Mehrzahl der Westdeutschen und Westberliner wollten mit dieser "Nationalhymne" nur wenig zu tun haben. Mit der Wiedervereinigung wurde das Deutschlandlied gesamtdeutsche Hymne. Offiziell wird die 3. Strophe gesungen, die Strophen 1 und  2 aber sind keinesfalls verboten, was der Bevölkerung dauernd eingeredet wird.

 

Die Diskussion um die deutsche Hymne wird weitergehen - bis es das Deutschlandlied offiziell nicht mehr gibt. Das geht am schnellsten, wenn ein Staat Europa entsteht und Deutschland damit selbst auf seine nationale Identität verzichtet. Auch wenn Merkel etwas anderes sagt, glauben doch viele in Deutschland: Das will sie! Die Gefahr ist tatsächlich groß, dass mit der Politikerin Merkel auch die deutsche Geschichtschreibung für immer endet.

 

 

GENDERWAHNSINN

Das Westfalen-Blatt zur Nationalhymne

 
 

Bielefeld (ots) - Vergleicht man die Einkommen von Frauen und Männern, die annähernd die gleiche Qualifikation und ähnliche Jobs haben, schneiden Frauen in Deutschland immer noch schlechter ab: Sie bekommen etwa sechs Prozent weniger. Es gibt also genug zu tun für jene, die sich den Kampf für »equal pay« auf die Fahnen geschrieben haben und mehr Lohngerechtigkeit fordern. Dem Kampf für Gleichheit von Frau und Mann erweist allerdings einen Bärendienst, wer auf Symbolpolitik setzt, wie es Kristin Rose-Möhring gerade tut, die Gleichstellungsbeauftragte im SPD-geführten Bundesfamilienministerium. Sie möchte den Text der deutschen Nationalhymne ändern, er soll geschlechterneutral werden - ein weiteres Beispiel für den Genderwahnsinn.

 

Etwa 15 Jahre her, aber noch in guter Erinnerung ist eine kostspielige Untersuchung der damaligen nordrhein-westfälischen Umweltministerin Bärbel Höhn (Die Grünen) über den Wald unter Geschlechtergesichtspunkten. Die Studie ergab: Frauen besitzen eher kleinere Wälder, sie besuchen ihren Forst seltener als Männer, und sie sind bei der Waldarbeit zurückhaltender. Aha! An Universitäten ist heute - so will es die political correctness - von Studierenden die Rede, wobei den Schöpfern des Begriffs der Unterschied zum Studenten nicht klar zu sein scheint. Denn ein Student ist erst mal nur jemand, der an einer Universität eingeschrieben ist. Der kann auch als Taxifahrer arbeiten. Ein Studierender aber - der studiert!

 

Die Sprache gerät unter die Räder der GleichmacherInnen, die nicht mal mehr die Freiheit der Kunst respektieren.

 

So beschloss jüngst bekanntermaßen die Alice-Salomon-Hochschule in Berlin, auf Antrag des Studentenausschusses - pardon, des Studierendenausschusses - ein mehr als 60 Jahre altes Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer von der Fassade zu entfernen. Es handelt von einem Mann, der Blumen, Alleen und Frauen bewundert. »SEXISTISCH!«, fallbeilte der Asta. Und jetzt auch noch Kristin Rose-Möhring. Sie möchte das mehr als 800 Jahre alte Wort »Vaterland« aus dem Deutschlandlied tilgen, das Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 in die dritte Strophe getextet hatte.

 

Auch das Wort »brüderlich« gefällt der Gleichstellungsbeauftragten nicht. Sie schlägt »couragiert« vor. Das hat zwar mit brüderlich nichts zu tun, hat aber auch drei Silben und passt ins Versmaß. Und was kommt als nächstes? Muss Leonardo da Vincis »Mona Lisa« umgemalt werden, weil sie zu verführerisch schaut? In Zeiten von #MeToo, in denen es um Verbrechen an Frauen geht, um menschenverachtendes Verhalten - in diesen Zeiten stärken Überlegungen wie die Rose-Möhrings nicht die Anliegen von Frauen, sondern sie verwässern die Debatte mit einer gehörigen Portion Lächerlichkeit.

 

Völkerschlachtdenkmal in Leipzig (Nachtaufnahme. 2007, aus 4 Einzelaufnahmen zusammengesetzt). Urheber, Copyright: Andre Karwak aka Aka / CC-BY-SDA-2.5

DEUTSCHE
WAHRZEICHEN

BRANDENBURGER TOR Dietmar _ H. CC0 Creative Commons

REICHSTAG (Parlament) Berlin - Foto/Urheber Diego Delso - "Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA"

 

BURSCHENSCHAFTSDENKMAL in Eisenach - Foto Hans Martin Schmidt/hmsp

NIEDERWALDDENKMAL bei Rüdesheim - Vicampo Weinbilder - CC0 Creative Commons

 

ELBPHILHARMONIE HAMBURG 

Foto/Urheber Dietmar Rabich/Wikimedia Commons/"Hamburg, Hafen, Elbphilharmonie -- 2016 -- 3129" / CC-BY-SA-4.0

 

 

 

Abends treten Elche aus den Dünen

 

Ostpreußen, das Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen, Heimat der Elche und der Trakehner, das Land der Heimatliebe und das Land der Heimathymnen ... 

 

Es gibt eine Vielzahl wunderschöner Volkslieder aus vergangener Zeit, als Ostpreußen noch zu Deutschland gehörte. Viele davon sind leider früh schon in Vergessenheit geraten und setzen sich erst langsam wieder im Repertoire der deutschen Volks- und Jugendchöre durch. Eine CD-Produktion, die auch schon wieder einige Jahre zurückliegt, erinnert an die Höhepunkte der Jugendmusikbewegung: Der Liedergarten Ostpreußens entsteht neu - Zogen einst fünf wilde Schwäne ...

 

Der WDR hat mit der Musikantengilde Halver (unter dem charismatischen Leiter und Lehrer Harald Falk, ein Schüler des großen Jugendmusikbewegten Fritz Jöde) zahlreiche ostpreußische Lieder aufgenommen, sie bilden die Grundlage der CD-Produktion "Sing, sing, was geschah ..." Wer ein Freund der Volkslieder ist, wird beim Hören der Lieder begeistert sein.

 

Jeder hat seine Favoriten: Mir gefallen die Stücke "Das Feld ist weiß", "Flogen einst drei wilde Tauben", "Hab durchs Fenster einst gesehen", "Reiter schmuck und fein" und natürlich die heimliche Hymne der Ostpreußen-Romantiker "Es dunkelt schon in der Heide"  am besten. 

 

Sing, sing, was geschah - Die schönsten Volkslieder aus Ostpreußen, mit der Musikantengruppe Halver; Bearbeitungen: Harald Falk, Willy Träder, Herbert Wilhelmi, Solisten: Dietlind Kötting, Sabine Pazow, Ingrid von der Stein, Hans Hoffmann - Auftraggeber beim WDR: Alfred Krings, Jan Reichow; Master: Dirk Franken

 

CD by CANTORKA LIEDERWELT - www.cantorka,de

wk&f Kommunikation GmbH, Kümacher Straße 22,  87439 Kempten

eMail: info@cantorka.de

Lizenziertr durch die WDR mediagroup licensing GmbH

 

 

Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir.

Und in allen Gegensätzen steht – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.

 

 

Kurt Tucholsky

Aus: Deutschland, Deutschland.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© ffmdirekt