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Woche des Sehens:

Reise für die Sinne im DLM

 

Offenbach am Main – Für sehbehinderte und blinde Besucherinnen hat das Deutsche Ledermuseum (DLM) eine Sammlung zum Anfassen zusammengestellt. Lederobjekte und Lederarten im DLM entdecken ist möglich am Sonntag, den 15. Oktober, um 15 Uhr mit einer Reise für die Sinne, bei der die Gestaltungsvielfalt rund um das Material Lededr „be-greifbar“ wird. Die Veranstaltung ist Teil der "Woche des Sehens".

Die meisten Exponate des Museums sind hinter Glas in Vitrinen verwahrt und dürfen wegen ihrer Empfindlichkeit nicht berührt werden. Zu der „be-greifbaren“ Sammlung gehören Objekte wie Schuhe oder Taschen aus verschiedenen Zeiten und Kulturen – sie werden in der Führung vorgestellt und laden zu einer sinnlichen Entdeckung ein. In der Ausstellung "Linking Leather - Die Vielfalt des Leders" wird zudem die Leder-Fühlstation besucht, an der neben dem handelsüblichen Leder von Rind oder Schaf auch exotische Lederarten, beispielsweise von Haifisch, Python, Strauß und Elefant mit den Händen erfahrbar sind.

 

Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 069 829798-0 oder infoledermuseumde, das Ticket kostet 10 Euro, eine Begleitperson ist frei.

 

Fühlstation Linking Leather © DLM/C.Perl-Appl

 

 

Universität Osnabrück

startet Naturschutzprojekt

an Diemel und Warne 

Auf dem Foto (Quelle Landkreis Kassel) sieht man von links nach rechts Reinhard Vollmer (Forstamt Wolfhagen), Jürgen Düster (Fachbereich Landwirtschaft des Landkreises Kassel), Prof. Dr. Thomas Fartmann (Universität Osnabrück), Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Harald Munser (Liebenau), Bürgermeister Markus Mannsbarth (Hofgeismar) und Wilfried Bettenhausen (Forstamt Reinhardshagen). 

 

Liebenau/Landkreis Kassel. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, zusammen mit der Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen Renaturierung von Kalkmagerrasen im unteren Diemeltal zu realisieren“, betont Landrat Uwe Schmidt bei der Vorstellung des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens in Liebenau. Bis September 2023 werden sich die Wissenschaftler der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Fartmann der Frage stellen, ob es gelingt, Kalkmagerrasen wiederherzustellen. „Kalkmagerrasen sind ein wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten und sie sind ständig von Verbuschung bedroht“, informiert Prof. Dr. Fartmann.


 Im jetzt nach einer internen Vorstudienphase startenden Projekt, das vom Bundesamt für Naturschutz und vom Landkreis Kassel finanziert wird, soll auf Flächen in den Kommunen Liebenau, Hofgeismar und Trendelburg der Ist-Zustand der vorhandenen Kalkmagerrasenflächen und die vorhandene Flora und Fauna erhoben werden. „Um den Bestand an Kalkmagerrasen zu erhöhen, werden wir im Laufe des Projekts kleinflächig Nadelholz-Bestände entfernen und Entbuschungsmaßnahmen auf vorhandenen Kalk-Halbtrockenrasen durchführen“, kündigt Prof. Dr. Fartmann an. Der Landkreis unterstützt die Studie der Universität Osnabrück durch den Fachdienst Landschaftspflege im Fachbereich Landwirtschaft. „Wir haben mit Jürgen Düster einen Fachmann vor Ort, der die Situation an Diemel und Warme gut kennt - außerdem passt das Projekt sehr gut in die Zielsetzungen des Naturparks Reinhardswald, zu dessen Gebietskulisse die Kalkmagerrasen im unteren Diemeltal gehören werden“, ergänzt Landrat Schmidt.


Universität Osnabrück und Landkreis Kassel setzen auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zur Projektbegleitung. „Außerdem sind sowohl der Landesbetrieb Hessen Forst mit den Forstämtern Reinhardshagen und Wolfhagen, wie auch die Kommunen von Anfang an einbezogen“, erläutert Prof. Dr. Fartmann.
 Am Ende des Projekts versprechen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse darüber, wie man Kalkmagerrasen nachhaltig wiederherstellen und dauerhaft erhalten kann. „Diese Vorgehensweise wäre dann auch auf andere Naturschutzgebiete übertragbar“, so Prof. Dr. Fartmann abschließend.


Hintergrund:
Grasland ist einer der dominanten Lebensraumtypen innerhalb Europas und nimmt fast ein Viertel der Landoberfläche der EU-Staaten ein. Insbesondere nährstoffarme Graslandhabitate sind durch eine hohe Biodiversität gekennzeichnet. In herausragender Weise gilt dies für Kalkmagerrasen. Aufgrund der großen Bedeutung für den europäischen Artenschutz zählen sie zu den prioritären Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH).
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sowohl die Fläche als auch die Habitatqualität der Kalkmagerrasen in Europa massiv abgenommen.

 

Dabei haben zwei gegensätzliche Prozesse eine entscheidende Rolle gespielt: Einerseits die Intensivierung produktiver Standorte und andererseits das Brachfallen auf Grenzertragsstandorten. Die Intensivierung der Graslandnutzung hat sich aufgrund der produktiveren Umweltbedingungen (fruchtbare Böden, milderes Klima) vor allem im Tiefland vollzogen, wohingegen das Hügelland und die Mittelgebirge vor allem vom Brachfallen der Lebensräume betroffen waren. Der Flächenverlust sowie die Fragmentierung und verminderte Qualität der verbliebenen Magerrasen haben negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt im Allgemeinen und auf die Diversität der Bestäuber im Speziellen. Aktuell wird der Erhaltungszustand des FFH-Lebensraumtyps Kalkmagerrasen in allen drei biogeographischen Regionen Deutschlands als unzureichend eingestuft.


Neben den Auswirkungen des Landnutzungswandels ist aktuell ein zunehmender Einfluss des Klimawandels auf die Lebensgemeinschaften zu verzeichnen. Der Temperaturanstieg führt zu einer verlängerten Wachstumsperiode und aufgrund zunehmender Trockenphasen zu einer verminderten Produktivität. Dies hat erhebliche Veränderungen in Vegetationsstruktur und Mikroklima zur Folge.


Als Indikatorgruppen für Kalkmagerrasen gilt das Vorkommen von Gefäßpflanzen, Heuschrecken, Zikaden, Wildbienen und Tagfalter. Sie kommen in Kalkmagerrasen mit einer hohen Artenvielfalt und vielen gefährdeten Arten vor. Entsprechend gelten sie als exzellente Indikatoren für die Habitatqualität von Kalkmagerrasen.

 

 

Auf den Spuren

des Biers durch Marburg wandern

 

Volkshochschule des Kreises bietet wieder thematische Stadtführungen zum Thema Bier in Marburg an

 

Marburg-Biedenkopf – Auch in diesem Jahr bietet die vhs des Landkreises wieder mehrere Stadtführungen durch Marburg „auf den Spuren des Biers“ an. Die nächste Führung findet am Donnerstag, 28. September 2017, von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr statt und führt von Weidenhausen entlang der Lahn. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Ausklang in einem traditionsreichen Haus in Marburg.

 

Die Kursleiter Erich Weber und Dr. Ilina Fach führen die Teilnehmenden an Orte, die in der Geschichte Marburgs eng mit der Bierherstellung und dem Biergenuss verknüpft sind. Unterstützt von vielfältigem Bildmaterial wird dabei deutlich, welche zentrale Bedeutung die Herstellung und der Konsum von Bier in kultureller, aber auch wirtschaftlicher Hinsicht für die Stadt hatten. Informationen zur Kulturgeschichte des Biers und seiner Herstellung verbinden sich mit Marburger Lokalgeschichte.

 

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist die vorherige Anmeldung bei der vhs-Geschäftsstelle Marburg Land (Telefon: 06421 405-6710) oder online unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de erforderlich. Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

 

Jetzt schon vormerken: Eine weitere Stadtführung „Auf den Spuren des Bieres“ findet am Donnerstag, 26. Oktober 2017 statt und führt von der Wasserscheide zum Wehrdaer Weg.                                                                                                                   (Pressestelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf) Foto über 1&1

 

 

         

Naturparkführerausbildung

im Naturpark Habichtswald
 

Naturpark bietet hochwertige Ausbildung für künftige „Botschafter der Region“ an

Landkreis Kassel - Bereits zum 2. Mal bietet der Zweckverband Naturpark Habichtswald eine ganz besondere Qualifizierung an: Dank eines positiv beschiedenen LEADER-Antrags können 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem BANU-Zertifikat (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz) zum zertifizierten Naturparkführer im Naturpark Habichtswald ausgebildet werden.  Jürgen Depenbrock, Geschäftsführer des Zweckverbandes, freut sich auf neue Kolleginnen und Kollegen, welche die vorhandene Naturparkführergemeinschaft ergänzen werden: „Wir werden mit neuen Naturparkführern auch neue, spannende Themen in unser Veranstaltungsangebot bekommen und damit noch mehr Menschen für den Naturpark begeistern“.
 
Mit dem neuen Lehrgang möchte der Zweckverband Menschen ansprechen, die Spaß daran haben, ihr Wissen an andere Menschen weiterzugeben. Der 70-stündige Lehrgang umfasst 4 Sachgebiete, u. a. Grundlagen der Naturparkregion sowie Kommunikation und Didaktik. „Die jetzigen aktiven Naturparkführer sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, für die wir regelmäßige Treffen und kleinere Fortbildungen organisieren", ergänzt Annika Ludoph, zuständig für die Naturparkführerbetreuung beim Zweckverband.  Die Qualifizierung, für die ein Eigenanteil von 300,00 € zu entrichten ist, endet mit einem Vertrag als ehrenamtlicher Naturparkführer im Naturpark. Der Vertrag regelt dann Details wie Versicherungsschutz und Aufwandsentschädigung bei späteren Führungen.
 
Jeder Teilnehmer kann sein thematisches „Steckenpferd“ in die Schulung einbringen und weiterentwickeln. Bestimmte Themenbereiche sind besonders interessant, da sie im Veranstaltungsprogramm noch unterrepräsentiert sind. Hierzu gehören Stadtführungen in einzelnen Naturparkgemeinden, Neue Energien, Wildkräuter, Vögel/Vogelstimmen, Insekten sowie naturkundliche Führungen für Kinder.
 
Informationsveranstaltung:       Donnerstag, 05. Oktober 2017, 18:00 Uhr im Naturparkzentrum, Auf dem Dörnberg 13, 34298 Zierenberg
 

 
Detaillierte Informationen unter www.naturpark-habichtswald.de


 

MEINUNGSFREIHEIT FÜR ALLE

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