ffmdirekt-frankfurt.de
ffmdirekt-frankfurt.de  

MARTIN WALSER im Literaturhaus München bei der Vorstellung des 2. Bandes seiner Tagebücher (Veranstaltung am 23. März 2010) - Fotograf Amrei-Marie / GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 / CC-BY-SA-3.0

NOZ

Martin Walser:

Trump ist furchtbar ehrlich

Schriftsteller lobt US-Präsident und Putin

11.05.2018 – 05:00
 
 

Osnabrück (ots) -  Der Schriftsteller Martin Walser ist voll des Lobes für den US-Präsidenten Donald Trump und dessen russischen Amtskollegen Wladimir Putin. "Beide sind ganz tolle Politiker", sagt Walser im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) vor dem Hintergrund des Syrien-Konflikts.

 

"Ich finde es wunderbar, dass Angela Merkel uns da rausgehalten hat. Trotzdem fand ich es schon vor einem Jahr richtig, dass der Trump syrische Stellungen wegen des Giftgas-Einsatzes bombardiert hat", sagte der 91-Jährige. "Und ich bin froh, dass er und Putin trotz unterschiedlicher Interessen so vorsichtig reagieren."

 

Den US-Präsidenten bezeichnet Walser als "furchtbar ehrlich". Er habe ihn viel genauer kennengelernt als Hillary Clinton. "Und dass er nicht aus dieser politischen Klasse stammt, das hat mich für ihn eingenommen", sagt Walser: "Auch seinen Wahlspruch ,America first' finde ich richtig. Es ist beschämend, dass Amerika eine derart miese Handelsbilanz hat."

 

Die wachsenden Spannungen zwischen Ost und West sieht der Schriftsteller weniger dramatisch. "Die jetzigen Spannungen sind nicht vergleichbar mit dem Kalten Krieg von damals. Und es gibt keine Todfeindschaft mehr", sagte Walser. "Ich habe beide, Trump und Putin, immer wieder angeschaut und geprüft. Ich habe Vertrauen zu beiden, auch wenn ich nicht mit jeder ihrer Entscheidungen einverstanden bin."

______________________________________________________

Martin Walser:

Ich bin ganz dafür, dass es erlaubt ist, sich das Leben zu nehmen 91-jähriger Schriftsteller über das Altern und den Tod

 

Osnabrück (ots)  -  Martin Walser, 91-jähriger Schriftsteller, macht sich viele Gedanken über das Altern und den Tod. "Ich bin ganz dafür, dass es erlaubt ist, sich das Leben zu nehmen, wenn man es denn kann", sagte Walser in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). "Ein Staat oder eine Religion, die das verbieten, sind lächerlich", sagte er. "Wenn ich irgendwo 80 Tabletten bekommen würde, dann könnte ich es vielleicht. Dann würde ich eine Flasche Whiskey trinken, Steine in die Taschen meines Wintermantels stopfen und in den See gehen. Das ist zumindest eine schöne Vorstellung."

 

Walser räumte ein, dass es schwierig sei, alt zu werden. "Aber ganz instinktiv wehrt man sich dagegen, dass Schluss ist. Das ist komisch, darüber kann ich noch so lange nachdenken und komme doch zu keinem widerspruchsfreien Ergebnis. Den Tod gibt es für uns nicht. Was uns bevorsteht, ist das Sterben. Das weiß ich durch gelegentliche Vorspiele des Sterbens. Dabei erlebt man sich als einen ganz anderen, nicht als denjenigen, der klug darüber nachdenkt", sagte der Schriftsteller.

 

"Befreit davon sind nur diejenigen, die es geschafft haben, selber Schluss zu machen."

 

 

 

Wagenknecht wehrt sich gegen den Vorwurf, "AfD-nah" zu sein

 

19.05.2018 – 07:00

Osnabrück (ots) - Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht bringt sich mit klaren Ansagen an ihre Kritiker für den Parteitag der Linken in Leipzig (8. bis 10. Juni) in Position. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) mahnte Wagenknecht ihre Partei, nicht den Rückhalt bei den Menschen zu verlieren, "denen es nicht gut geht". Sie nannte "Menschen in prekärer Beschäftigung, Menschen, die mit schlechten Chancen ins Leben starten, weil sie aus einem armen Elternhaus kommen" sowie Rentnerinnen und Rentner. Die Fraktionsvorsitzende betonte: "Wenn wir die Probleme, die sie tagtäglich erleben, ignorieren, hören sie uns nicht mehr zu. Wer meine Position als 'AfD-nah' diffamiert, ist an einer fairen Diskussion nicht interessiert."

 

Foto Hans Martin Schmidt/hmsp

 

Die Deutschen haben gewaltige

Angst vor der Zukunft

 

  • Angst vor Internetkriminalität
  • Erwartung steigender Mieten
  • Klimawandel nicht gelöst, aber Sonnen- und Windenergie verlässlich etabliert
  • Informelle Bildung auf dem Vormarsch
  • Familie ist das Wichtigste im Leben

 

Was  erwarten die Bundesbürger von der entfernteren Zukunft? Und wie stellen sie sich das Leben im Jahr 2030 vor? Diese Fragen standen im Fokus der neuesten Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Sie befragte hierfür über 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews zu ihren Erwartungen für das Jahr 2030.

 

Ein Kernergebnis lautet: Deutschland ist und bleibt in vielerlei Hinsicht das Land der Skeptiker und Pessimisten. So erwarten beispielsweise 84 Prozent der Befragten eine starke Zunahme der Kriminalität im Internet. 2008 waren es „nur“ 67 Prozent. Die Angst vor Verbrechen sieht der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt, jedoch nicht nur online:

 

„Ob Angst vor Terroranschlägen oder Überfremdung, Einbrüchen oder dem Klimawandel – viele Bundesbürger haben das Gefühl, in unsicheren Zeiten zu leben. Parallel verlieren sie zunehmend das Vertrauen in Politik, Unternehmen und Medien. All diese Institutionen sind daher gefordert, mehr Sicherheit, Beständigkeit und Optimismus zu vermitteln sowie langfristige Lösungswege einzuschlagen.“

 

Alle Ergebnisse im Detail lesen Sie in der neuesten Forschung aktuell, 275, 38. Jg., 26.12.2017

 

 

 

 

'Wer, bitte schön, ist 'man',

Frau Bundeskanzlerin?"

AUS DEM DEUTSCHEN BUNDESTAG

 

Generaldebatte zur Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel am 21. März 2018:

 

"In dem Land, in dem sie gut und gerne leben, Frau Bundeskanzlerin, bekommt ein Syrer mit zwei Ehefrauen und sechs Kindern in Pinneberg ein ganzes Haus und üppige Sozialleistungen geschenkt, während immer mehr Deutsche obdachlos werden. Allein hier in Berlin gibt es 6.000 davon. Und immer mehr Rentner, die verarmt sind und an Lebensmitteltafeln essen müssen.

 

Und wenn das dann nicht zusammen geht, müssen sich die freiwilligen Helfer der Tafeln auch noch beschimpfen lassen, wie kürzlich in Essen.

 

Ja, Frau Bundeskanzlerin, die Gesellschaft zerfällt.

 

Sie selbst haben im Fernsehen von 'No-Go-Areas' gewarnt. Sie haben gesagt (und ich zitiere sie): Solche Räume gibt es und das muss man auch beim Namen nennen. Und man muss etwas dagegen tun.

 

Wer, bitte schön, ist 'man', Frau Bundeskanzlerin?"

 

DER FRAKTIONSVORSITZENDE DER AfD im DEUTSCHEN BUNDESTAG, Dr. Alexander Gauland (früher hessischer Staatsminister und Chef der Staatskanzlei in Wiesbaden)

 

 

 

HÄRTEFALL Familiennachzug

Die Zweitfrau des Flüchtlings

aus Syrien darf kommen

 

RHEINISCHE POST

 

Düsseldorf/Pinneberg (ots) - Führende Politiker von SPD+Union haben die Entscheidung zum Familiennachzug der Zweitfrau eines syrischen Flüchtlings im Kreis Pinneberg als Härtefall verteidigt. "Ich bin grundsätzlich skeptisch, was den Nachzug von Zweit- oder gar Drittfrauen betrifft", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dieser Tage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Das schließe aber nicht völlig aus, dass man im Einzelfall im Sinne des Kindeswohls "auch andersrum entscheiden" könne, ergänzte der CDU-Politiker.

 

Ähnlich äußerte sich die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl. "Im deutschen Aufenthaltsgesetz ist ein Nachzug von Zweitehegatten einer polygamen Ehe ausdrücklich ausgeschlossen", unterstrich Högl. In Einzelfällen könne jedoch der Nachzug dann erlaubt werden, wenn dieser zur Vermeidung einer "außergewöhnlichen Härte" erforderlich sei. "Das kann unter Umständen der Fall sein, wenn Kinder ohne ihre leibliche Mutter in Deutschland aufwachsen müssen", erläuterte die SPD-Politikerin.

 

Die Ausländerbehörden hätten das nach gründlicher Prüfung aller Umstände des Einzelfalls zu prüfen. "Diese gesetzlichen Regelungen halte ich für völlig ausreichend", unterstrich Högl. Die Behörden im Kreis Pinneberg hatten zunächst den Familiennachzug von vier weiteren Kindern eines Flüchtlings mit Frau und Kindern genehmigt und dann die Mutter jener Kinder zu deren Wohl nachgeholt. Dabei handelte es sich um die Zweitfrau des Flüchtlings.

 

 

 

Weit mehr als zehn Millionen Ausländer
haben in Deutschland eine Heimat
 
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der in Deutschland gemeldeten Ausländer nimmt weiter zu: Zum Jahresende 2016 waren im Ausländerzentralregister (AZR) gut zehn Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Das ist die höchste registrierte Zahl seit der Errichtung des AZR im Jahr 1967. In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Zahl der Ausländer Destatis zufolge um 1,886 Millionen zu (+ 23,1 Prozent). Der Geburtenüberschuss der ausländischen Bevölkerung (Saldo aus Geburten und Sterbefällen) belief sich im Zeitraum 2015 und 2016 auf 98.700 Personen.
 
Seit Anfang 2015 wurden außerdem 229.800 Personen in Folge ihrer Einbürgerung aus dem Register gelöscht. Die im AZR registrierte ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten hat seit Anfang 2015 um 1,279 Millionen zugenommen (+ 28,5 Prozent), in den Jahren 2007 bis 2014 waren es zusammen nur 879.400 gewesen, teilten die Statistiker weiter mit. Der Zuwachs von 2016 gegenüber 2014 basiere vor allem auf der Zuwanderung aus Syrien (+ 519.700 beziehungsweise + 439,7 Prozent), Afghanistan (+ 178.100 beziehungsweise + 236,3 Prozent) und dem Irak (+ 138.500 beziehungsweise + 156,1 Prozent).
 
Hinweis Das sind die offiziellen Zahlen. Wie hoch die Dunkelziffer ist, wie viele sich illegal in Deutschland aufhalten, kann wohl keiner sagen. Wer schätzt, spricht von 3 Millionen, andere sagen: Es sind deutlich mehr. Die Bundesregierung spricht aktuell davon, die Zahl der offiziell registrierten Migranten in 2017 liege deutlich unter 200 000.
 
 

Redaktionelle Anmerkung:  Die meisten Ausländer leben in den USA, danach kommt Russland, das wesentlich kleinere Deutschland rangiert bereits auf Platz 3.

 

 

 

f r e i e   m e i n u n g

VERA LENGSFELD

  von Vera Lengsfeld

 

 

 

Wir fordern den Stopp der illegalen Migration!

von Vera Lengsfeld

 

Wir überreichen heute die "Gemeinsame Erklärung 2018" dem Deutschen Bundestag mit folgender Begründung:

Der seit Herbst 2015 andauernde Zustand eines unkontrollierten Zustroms von illegalen Migranten über die deutsche Außengrenze muss umgehend beendet werden. Er hat zu einer Überforderung der deutschen Gesellschaft in mittlerweile fast allen Bereichen geführt, die an einen Zerfall der rechtsstaatlichen Strukturen grenzt. Inzwischen hat dieser ungebremste Zustrom eine reale Asylmaschinerie in Deutschland entstehen lassen, die den ursprünglichen humanistischen Impetus konterkariert und teilweise ins Gegenteil verkehrt.

Deshalb fordern wir die sofortige Rücknahme der mündlichen Anweisung des ehemaligen Innenministers Thomas de Maizière, jeden, der unsere Grenze überschreitet und die Gewährung von Asyl einfordert auch ohne Identitäts- und Herkunftsnachweis nach Deutschland hereinzulassen und stattdessen die Wiederherstellung des rechtsstaatlichen Grenzregimes. Mehr von diesem Beitrag lesen

 

 

 

Übergabe der „Erklärung 2018“

von Vera Lengsfeld

 

Heute haben wir die "Erklärung 2018" an den Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Marian Wendt, überreicht. Mit dabei waren Hendryk M. Broder und Michael Klonovsky.

Diese Diashow benötigt JavaScript

 

 

 

Der falsche Bürgerkrieg

 

Mir ist, als winkte uns eine fürchterliche Krise,
nicht für die Angelegenheiten von Frankreich allein,
sondern für die Angelegenheit von Europa und
vielleicht von mehr als Europa.


Edmund Burke

 

Die Sache wird auf dem Weg der Bürgerkriege besorgt. Das
ist für Deutschland das Ende und für Europa überhaupt.


Martin Heidegger

 

Mit dem ‘Einbruch der Philosophie in die Politik’ beginnt am Ende des 18. Jahrhunderts im westlichen Europa die Epoche der totalen Verwüstung. Mit den gerade entstehenden politischen Aufbrüchen, die ihr Land wiederhaben und zum guten alten Recht zurückkehren möchten, kommt die Epoche der philosophischen Revolutionen an ihr Ende.

 

Die Blendkraft der Utopie kann die Wirklichkeit nicht länger verschleiern. Öffentliche Räume, noch vor wenigen Jahren ein Ort der Begegnung, sind gemiedene Gefahrenzonen geworden. Jüdische Familien verlassen wieder das Land. Das Rechtswesen, über Jahrzehnte ein stabilisierender Faktor, löst sich auf. Der Staat kollabiert und sucht sein Heil in der organisierten Lüge.

 

Die ‘freie’ Presse strebt nach dem Geld des Steuerzahlers, weil sie vom urteilenden Leser keines mehr bekommt. Die christlich geprägte Zivilgesellschaft tut, was sie als weltverachtende Ideologie seit jeher getan hat: jede mögliche politische Eintracht spaltend, trommeln die Guten zur Ausrottung der Bösen. Es ist indes kein Zufall, dass die Bezeichnung des gegenwärtigen Geschehens als ‘einzigartiges historisches Experiment’[1] ein direkter Widerhall dessen ist, was damalige Zeitgenossen über die Revolution in Frankreich sagten. Im Osten stärker als im Westen organisiert sich politisch der Widerstand gegen die erneute Zumutung einer zerstörerischen Utopie. Das erträgliche Maß an Experimenten ist voll.

 

Sofern gegenwärtige Erfahrung noch möglich, zur Sprache kommen und Landsleute versammeln kann, bringt der ‘Einbruch der Philosophie in die Politik’[2] die politische Revolution dort notwendig hervor, wo Verwüstung zur alltäglichen Erfahrung geworden ist, zur Not, die gewendet werden muss. >> Weiterlesen

[1] Politikwissenschaftler Yascha Mounk am 20.02.2018 in den Tagesthemen; https://www.youtube.com/watch?v=eFLY0rcsBGQ

 

[2] Die Formulierung ‘Einbruch der Philosophie in die Politik’ habe ich einem Buch von Dan Diner entwendet, der sie verwendet, ohne sie zu verstehen, was dem Titel des Buches „Das Jahrhundert verstehen’ einen ironischen Beigeschmack verleiht;  S. 26, Frankfurt a.M. 2000

Boris Blaha, Bremen 2018


„Verstehen heißt immer, verstehen was auf dem Spiel steht … „
Hannah Arendt

blog@hannah-arendt.de, http://www.hannah-arendt.de/

 

 

 

 

Die Herrschaft des Unrechts

 

„Die Herrschaft des Unrechts“ – unter diesem Titel veröffentlichte Ulrich Vosgerau im Herbst 2015 einen Artikel zur Grenzöffnung durch Kanzlerin Merkel im „Cicero“. Der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer griff den Titel in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse auf und profilierte sich damit verbal zum schärfsten Kritiker von Merkels Politik. Allerdings ließ Seehofer seiner Schaufenster-Kritik keinerlei Taten folgen. Kurz bevor er Innenminister der dritten GroKo wurde, tönte Seehofer, mit ihm hätte es die illegale Grenzöffnung nicht gegeben. Nun ist er seit Wochen im Amt und er tut nichts, um den ungesetzlichen Zustand an unseren Grenzen zu beenden. Er könnte sofort die ohnehin nur mündlich erteilte ministerielle Anordnung seines Vorgängers de Maizière, wonach „Drittstaatsangehörigen ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente und mit Vorbringen eines Asylbegehrens, die Einreise“ zu gestatten sei, außer Kraft zu setzen. Hierzu benötigt er kein Gesetz, keine Bundestagsdebatte, nur eine E-Mail an alle hiermit befassten Dienststellen.

Seehofer tut es nicht und entlarvt sich damit nicht nur als Schaumschläger, sondern als Bewahrer der Herrschaft des Unrechts. Mehr von diesem Beitrag lesen

 

 

Die Herrschaft des Unrechts (2)

 

Mit jedem Tag wird deutlicher, dass unser Land mit den offenen Grenzen, die ihm von der Kanzlerin im September 2015 verordnet wurden, bereits überfordert ist. Allerdings denkt die Politik nicht daran, den Zuzug zu stoppen, damit sich die Lage stabilisieren kann. Im Gegenteil:
Die „Flüchtlingspolitik“ sorgt für ungebremsten Nachschub. Waren 2015 unter den Migranten noch Kriegsflüchtlinge dabei, kommen nun hauptsächlich Einwanderer in die Sozialsysteme. Ein Arzt, der seit 2015 die Neuankömmlinge betreut hat, spricht von „Medizintouristen“.

Die Einwanderer treten immer fordernder und aggressiver auf. Die aufnehmenden Kommunen stehen vor der schier unlösbaren Aufgabe, mit gewaltbereiten, nicht integrationswilligen jungen Männern leben zu müssen, die sie nicht loswerden können, weil sie Politik und Asylindustrie gegen sich haben. Mehr von diesem Beitrag lesen

 

Das Märchen von der

sinkenden Kriminalitätsrate

 

Schon Wochen vor der heutigen Präsentation der Kriminalstatistik 2017 durch Innenminister Seehofer wurden wir Bürger mit einer Flut von Meldungen über die zu erwartende frohe Botschaft der angeblich sinkenden Kriminalität in Deutschland zugeschüttet. Damit sollte offensichtlich signalisiert werden, dass die wachsende Unsicherheit der Bürger nur gefühlt ist und keinerlei Bezug zur Realität hat. Deutschland war angeblich nie sicherer seit der Vereinigung.

 

Die Frage, warum es kein Volksfest, keinen Weihnachtsmarkt mehr ohne Merkel-Poller, keine Veranstaltung ohne aufwändige Sicherungsmaßnahmen gibt, ist unbotmäßig. Warum der polizeilicher Rat an Frauen, nicht mehr allein joggen oder bei Dunkelheit nicht mehr ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen? Warum gleichen Wohnungen und Einfamilienhäuser inzwischen Festungen, wo man vor wenigen Jahren noch die Schlüssel stecken lassen konnte? Wozu bewaffneter Wachschutz vor jüdischen Einrichtungen, was inzwischen trauriger Alltag in Deutschland ist?

 

Selbst einige Journalisten bekommen inzwischen kalte Füße und sind nicht mehr vorbehaltlos bereit, solche Regierungs-Meldungen zu verbreiten. Bei spiegel-online kann man nachlesen, warum die heute präsentierte Statistik wenig aussagekräftig ist, was die tatsächliche Kriminalität angeht. Die Kriminalstatistik sei lediglich „ein Arbeitsnachweis der staatlichen Strafverfolgungsorgane“, steht da zu lesen. Viele Taten, die für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung relevant sind, werden gar nicht erfasst.

 

Zum Beispiel politisch motivierte Straftaten, zu denen etwa Terrorismus zählt. Terrorismus wird von der Bundesanwaltschaft bearbeitet und taucht in der Polizeistatistik nur zum geringen Teil auf. Das trifft auch auf politisch motivierte Kriminalität zu, die größtenteils dem Staatsschutz übergeben werden muss. Der Bevölkerung einreden zu wollen, sie lebe im sichersten Deutschland seit der Vereinigung, ist eine nicht entschuldbare Irreführung. Sie zeigt, wie sehr die Zustände, die von der Politik herbeigeführt wurden, kaum noch beherrschbar sind. Ellwangen ist von daher ein Menetekel.

 

Parallel zur Seehofer-Inszenierung gab es einen Bericht über das Komplettversagen der Behörden im Fall des Weihnachtsmarktmörders Amri. Der war keineswegs ein Schläfer, der nicht absehbar zum Terroristen wurde. Nein, Amri war ein bekannter Straßen- und Drogenkrimineller, der auch schon in Messerstechereien verwickelt war. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus geht bisher ergebnislos der Frage nach, warum Amri nicht gestoppt wurde. Daraus folgt die bange Frage, wie viele Amris noch frei herumlaufen und nicht gestoppt werden, ehe sie zuschlagen.

 

Wie die Realität in Deutschland aussieht, zeigt ein Leserbrief von J. S.

 

„In den Leitmedien liest man unentwegt von der großen Diskrepanz zwischen gefühlter und tatsächlicher Kriminalität. Damit soll den Lesern und Zuschauern suggeriert werden, dass dieses Land in Wahrheit sicherer ist als je zuvor, mit anderen Worten: Die ungebildeten Bürger bilden sich eine Bedrohung ein, die real gar nicht existiert.

 

Die Menschen in diesem Land sind in den Augen der selbst ernannten politischen Elite also nicht einmal in der Lage, Realität und Fiktion zu unterscheiden, sie bedürfen deshalb der Schulung durch öffentlich rechtliche Medien und staatstreue, ergebene Journalisten.

 

Der Anlass, aus dem heraus ich Ihnen dazu schreibe, ist leider ein sehr trauriger. Am Sonntag Morgen wurde meine 22-jährige Tochter selbst Opfer einer versuchten Vergewaltigung in Köln. Sie studiert in Köln Jura, bereitet sich zurzeit auf ihr Staatsexamen vor und ich habe ihr unter anderem deshalb eine Wohnung in Uni-Nähe angemietet, weil ich vermeiden möchte, dass sie Abends spät immer mit dem Zug zu uns nach Hause kommen muss. Ich dachte, eine Wohnung in Uni-Nähe würde das Risiko eines Übergriffes reduzieren.

 

S. war am Samstag zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Da sie Nachts nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann, blieb sie vernünftigerweise bis zum Morgen und fuhr dann gegen 06:00 Richtung Uni. Auf dem Weg zu ihrer Wohnung wurde sie bereits von einem Mann mehrfach angesprochen und eindeutig sexuell belästigt. Es handelte sich um einen ca. 25-jährigen Schwarz-Afrikaner.

 

Sie versuchte schnell in den Flur ihrer Wohnung zu gelangen. Leider schaffte sie es nicht, die Tür rechtzeitig zu schließen und ihr Verfolger drängte sich mit Gewalt in den Hausflur, wo er dann versuchte, sie zu vergewaltigen.

 

Dass dieses Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden konnte, verdankt S. wahrscheinlich dem Umstand, dass Menschen im Haus aufmerksam wurden und der Täter daraufhin die Flucht ergriff.

Die sofort verständigte Polizei traf 25 Minuten später ein.

 

Meiner Tochter wurden Bilder einschlägig in Erscheinung getretener Straftäter aus Köln und Umgebung gezeigt. Weitere Bilder möglicher Täter über den Umkreis von Köln hinaus konnte man ihr aus Datenschutz-Gründen nicht zeigen.

 

Ihre Kleidung musste sie abgeben, diese wird jetzt auf DNA-Spuren des Täters untersucht.

Wo ist der Bezug zur Statistik? Wenn Sie die Internetpräsenz der Polizei Köln ansehen, werden Sie den Fall meiner Tochter dort nicht finden. Ebenso wenig wird in der lokalen Presse darüber berichtet. Es ist meiner Meinung nach auch davon auszugehen, dass der Fall es nicht in die Kriminalitätsstatistik schaffen wird.

 

Fälle dieser Art ereignen sich in Städten wie Köln täglich mehrfach und sie werden konsequent tot geschwiegen.

 

Die Verantwortlichen machen sich mitschuldig an den Konsequenzen, dies gilt für Kriminalbeamte, Politiker und Journalisten gleichermaßen.

 

Eine Verhöhnung der Opfer, aber wenn man über solche Vorfälle spricht, dann wird weiterhin relativiert und abgewiegelt.“

 

Das ist Deutschland 2018!

 

 

 

Zur Person    Vera Lengsfeld, Publizistin und Politikerin, stammt aus dem mitteldeutschen Sondershausen (Thüringen).  Sie war Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2005 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an, zunächst bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen,  ab 1996 für die CDU. Seitdem wirkt sie als freischaffende Autorin.

 

Frau Lengsfeld ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.  .

 

www.vera-lengsfeld.de

 

 www.achgut/com/autor/lengsfeld 

Rufen Sie einfach an:  069 26497634 oder nutzen Sie das Kontaktformular

 

ffmdirekt.de

Nachrichten - Meinungen -

Berichte - Termine

 

Gegründet 2001

 

Sie befinden sich auf einer privaten und nicht-kommerziellen, journalistisch genutzten Homepage im Sinne des Pressegesetzes.  Wir sind nicht in 'soziale Netzwerke' eingebunden. Weitere Angaben finden Sie im Impressum.  

 

K o n t a k t :

ffmdirekt@freenet.de

hmschmidt@ffmdirekt.com

 

kachelmannwetter.com
Besucherzaehler

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© ffmdirekt