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SELBSTMORD

oder

FREITOD?

 

 

Von Hanns von Weilstein

 

Die ‘DDR’, der nach eigenem Bekunden „erste und einzige humanitäre Staat auf deutschem Boden“, hörte 1977 auf, seine 'Selbstmörder'  zu zählen. Bis dahin nahmen sich jährlich etwa rund 7.000 Menschen zwischen Eisenach und Rügen das Leben - sie hatten keine Hoffnung mehr, das Vertrauen in Staat und Gesellschaft, auf ein berufliches, persönliches Fortkommen war dahin. Im makabren Ranking der europäischen Staaten mit der höchsten Selbstmordrate lag die DDR damals auf Platz 2. Nur die extrem freiheitsliebenden Ungarn, die lieber sterben wollten, als in kommunistischer Knechtschaft leben zu müssen, waren noch vor den sogenannten 'Ostdeutschen' platziert. 

 

Auch die BRD nennt keine verlässlichen Zahlen zur ‘Selbstmord’-Statistik: Ein Tabuthema mit hoher Dunkelziffer. Angeblich sind es in Deutschland pro Jahr konstant zwischen 7.000 und 10.000 Menschen, die ihr Leben aus eigenem Antrieb beenden.

 

Es fällt auf: Diese Zahl ist nahezu identisch mit der DDR-Statistik - obwohl Gesamtdeutschland weitaus mehr Einwohner hat als die frühere DDR.

 

Der TV-Mann, der sich in den Kopf schießt, weil er Schwierigkeiten mit seinen Kollegen hatte (und die mit ihm) - und diese Probleme auch vor laufender Kamera ausgetragen wurden. Die Jungschauspielerin, die von der Kritik gefeiert, dann aber von den Sendern nicht mehr beschäftigt wird: Nach Wochen, in denen sie ‘verschwunden’ schien, wurde sie tot in ihrer Wohnung entdeckt. Sie hatte sich offenbar mit einem Tabletten-Cocktail getötet

 

Die hochbetagte Rentnerin, Gattin eines früh verstorbenen Professors der Neuen Geschichte, verlässt ein Jahr lang nicht ihre Wohnung: Sie hat Angst vor den Menschen, fühlt sich auf der Straße nicht mehr sicher. Ein Hausbewohner kauft für sie ein. Als der Mann pflegebedürftig wird und in ein Heim muß, lässt die total vereinsamte Frau die Jalousien an den Fenstern ihrer Wohnung herunter, nimmt keine Nahrung mehr zu sich und hört auf zu trinken. Den genauen Todeszeitpunkt kann die Gerichtsmedizin später nicht mit Sicherheit feststellen.

 

Der Journalist stürzt bei einem Ausflug zu einer Burganlage in Rumänien 50 Meter tief. Er ist sofort tot. Was wie ein Unfall aussieht, verdichtet sich zu einem Suizid: „Er sollte seinen Job verlieren, in Frührente gehen. Die Arbeit war sein ein und alles - er wollte so nicht weiterleben“, sagt ein Freund. Der Angestellte eines großen Frankfurter Unternehmens verbrennt sich vor seinem Gartenhaus. Die Flüchtlingsfrau aus dem Kosovo, die in Frankfurt keinen Anschluss findet, wirft sich in Eschersheim vor die U-Bahn. Sie wurde 56 Jahre alt. Das schwerkranke Industriellen-Ehepaar, das kinderlos blieb und sein Vermögen in eine Stiftung einbrachte, fährt zum Sterben in die Schweiz.

 

Unter Wissenschaftlern ist inzwischen eine Diskussion entbrannt: Ist derjeneige, der sich umbringt, tatsächlich ein ‘Selbstmörder’ - oder hat er den ‘Freitod’ gesucht (und gefunden). Darüber wird heftig gestritten.

 

„Es gibt manche Menschen, die nicht gern und nicht gut in Deutschland leben; sie sind anfällig für Selbstmordgedanken“, sagt ein Theologe. „Der Selbstmord ist das größte Verbrechen“, sagte einst Napoleoin Bonaparte: „Welchen Mut kann derjenige besitzen, der von einem Wechsel des Glücks zittert? Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.“

 

 

(quelle: wikipedia)

 

Von 10.209 erfassten Suiziden in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2014 wurden folgende Todesursachen erfasst:

 

 

Britische Rheinarmee

 

Deutsch-britische Militärkooperation geplant

04.08.2018 – 03:00
 
 

Bielefeld (ots) - Die deutschen und die britischen Streitkräfte planen eine enge Kooperation. Das berichtet das "Westfalen-Blatt" (Samstagsausgabe).

 

Im Herbst solle eine entsprechende Vereinbarung geschlossen werden, erklärte Rob Rider, der britische Verteidigungsattaché in Berlin, in einem Interview mit dem britischen "Forces network". Zu der geplanten Kooperation gehört auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Bundeswehr-Pionieren in Minden, wo eine gemeinsame deutsch-britische Einheit zum Brückenbau installiert werden soll. Beide Armeen nutzen bereits die gleichen amphibischen Brücken- und Fährenfahrzeuge vom Typ M3. Es gebe nun Gespräche, in diesem Bereich mehr Geld zu investieren. "Der deutschen Regierung ist sehr daran gelegen, dass wir in Deutschland bleiben", sagte Rider. Erst kürzlich hatten die Briten erklärt, den Truppenübungsplatz Senne bis mindestens zum Jahr 2023 weiter nutzen zu wollen.

 

Die vertiefte militärische Zusammenarbeit könnte auch umfassen, dass britische Soldaten d

eutsche Boxer-Panzerfahrzeuge einsetzen. Die britischen Streitkräfte erwägen laut dem Bericht, gleich eine ganze Flotte des 25-Tonnen-Radpanzers zu kaufen. Zudem seien Transporthubschrauber der Briten nach Mali geschickt worden, wo die deutschen Streitkräfte eine Schlüsselrolle in der dortigen UN-Mission spielen. Deutschland erwäge wiederum, Wildcat-Hubschrauber der Royal Navy zu kaufen, berichtet das "Westfalen-Blatt" weiter.

 

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte dem Westfalen-Blatt die Angaben von britischer Seite. »Eine enge und vertrauensvolle bilaterale Zusammenarbeit ist im deutschen Interesse und das erklärte Ziel der Bundesregierung«, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Zeitung. Es sei geplant, dass beide Länder schon bald eine Vereinbarung unterzeichnen, »die die Grundlage der künftigen bilateralen sicherheitspolitischen und militärischen Zusammenarbeit beschreibe«. Die praktische Ausgestaltung der Kooperation liege dann vor allem bei den Teilstreitkräften.

 

Quelle: Westfalen-Blatt

 

 

 

Ehemalige Colonia Dignidad -

Spuren menschlicher Überreste gefunden

07.08.2018 – 15:52
 
 
Leipzig (ots) - Nach Recherchen des ARD-Magazins "FAKT" wurden bei der gezielten Suche der chilenischen Behörden nach Massengräbern in der ehemaligen Colonia Dignidad Spuren menschlicher Überreste gefunden. Die Ausgrabungen begannen vor einigen Monaten, nachdem es neue Zeugenaussagen zur Lage früherer Massengräber auf dem Sektengelände gegeben hatte.
 

Die chilenischen Behörden haben sich mittlerweile mit der Bitte um Unterstützung bei der Analyse der DNA der menschlichen Überreste an die deutsche Regierung gewandt. Diese Informationen bestätigt auf Nachfrage des ARD-Magazins "FAKT" auch der Krefelder Oberstaatsanwalt Alexander Stahl. Stahl war Teil einer offiziellen deutschen Delegation, die vor einigen Wochen Chile besuchte. Die Staatsanwaltschaft Krefeld überprüft mittlerweile "erweiterte Vorwürfe" aus Chile auch gegen den in Krefeld lebenden ehemaligen Arzt der Colonia Dignidad Hartmut Hopp.

 

Dabei geht es um die Beihilfe bei der Tötung Oppositioneller in Chile zu Zeiten der Pinochet-Diktatur.

 

Nach "FAKT"-Recherchen gibt es einen weiteren Mann, der in Chile in diesem Zusammenhang per Haftbefehl gesucht wird und seit Jahren in Deutschland unbehelligt lebt.

 

Die Colonia Dignidad war eine in den 1960er Jahren in Chile von deutschen Auswanderern gegründete christliche Siedlung. Sie wurde durch dutzendfachen Missbrauch von Minderjährigen sowie Tötungen und Folter während der Militärdiktatur weltweit bekannt.

 

Mehr dazu im ARD-Magazin "FAKT" am heutigen Dienstag (7. August) um 21.45 Uhr im ERSTEN.

 

 

 

Hitlers Wahlkampfauftritte hatten nur geringen Einfluss

06.08.2018 – 11:00
 
 
Berlin/Konstanz (ots) - Politikwissenschaftler der Hertie School und der Universität Konstanz relativieren das Bild des Diktators als größtem Redner aller Zeiten mittels einer umfassenden Datenanalyse der Auftritte Hitlers (Fo.) und der Wahlergebnisse zwischen 1927 und 1933.

 

In der Zeit zwischen 1927 und 1933 fanden in Deutschland fünf Reichstagswahlen sowie die Wahl zum Reichspräsidenten statt. Das Wahlergebnis der NSDAP steigerte sich innerhalb dieser Zeit von marginalen drei auf satte 44 Prozent. Der unmittelbare Einfluss der 455 öffentlichen Auftritte, die Adolf Hitler in dieser Zeit absolvierte, auf die Wählerentscheidung war allerdings erstaunlich gering.

 

Das belegen Forschungsergebnisse von Simon Munzert (Hertie School of Governance) und Peter Selb (Universität Konstanz), die in diesen Tagen im American Political Science Review erscheint.

Selb und Munzert analysieren die Wahlstatistiken aus 1.000 Landkreisen und Bezirken sowie aus 3.864 Kommunen. Sie ziehen ferner Informationen über Hitlers Kampagnenrouten, NSDAP-Parteimitgliedszahlen sowie Teilnehmerzahlen an den einzelnen Veranstaltungen hinzu.

 

Auch die Auftritte von Joseph Goebbels, dem zweitwichtigsten Redner der NS-Bewegung, werden berücksichtigt. Mittels der statistischen Methode der "Differenz von Differenzen" vergleichen die Wissenschaftler die Entwicklung von Wahlergebnissen in Gebieten, in denen Hitler öffentliche Reden hielt, mit den Ergebnissen für ähnliche Gebiete, in denen er nicht auftrat.

 

"Wir sind überrascht, wie marginal der Effekt von Hitlers Wahlauftritten war, obwohl ihm von Zeitzeugen und Historikern gleichermaßen überragende rhetorische Fähigkeiten attestiert werden", so Selb und Munzert. Die Datenauswertung belegt flächendeckend aber nur geringe Auswirkungen, die zudem räumlich und zeitlich sehr begrenzt waren.

 

Den Wissenschaftlern zufolge schlug Hitlers persönliches Engagement nur in der Stichwahl um das Amt des Reichspräsidenten von 1932 positiv zu Buche, die nach einem ungewöhnlich kurzen, intensiven und einseitigen Wahlkampf - Konkurrent Hindenburg absolvierte keinerlei öffentliche Auftritte - stattfand und Hitler etwa zwei Millionen zusätzliche Stimmen, nicht aber den Wahlsieg einbrachte.

 

Hier schätzen die Autoren einen Effekt von einem bis zwei Prozentpunkten Stimmenzuwachs für die NSDAP in Landkreisen und Bezirken, in deren unmittelbarer Nähe Hitler vor der Wahl einen öffentlichen Auftritt absolvierte.

 

Die Ergebnisse sind umso bemerkenswerter, als Hitlers Wahlkampf als einer der historisch wahrscheinlichsten Fälle für starke Kampageneffekte gilt. Im Gegensatz zu seinen politischen Konkurrenten setzte er neue Techniken ein, wie den Lautsprecher und das Flugzeug, mit dem er das Land bereiste. Dies ermöglichte ihm flächendeckende Präsenz und ein Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit, wie sie für damalige Verhältnisse beispiellos war.

 

"Es ist erstaunlich, dass die öffentlichen Auftritte und Reden, die Hitler in seinen frühen Jahren als Populist und Parteiführer hielt, nicht besonders einflussreich waren, insbesondere im Vergleich mit den Propagandaerfolgen, die auch neuere Studien ihm als Diktator zusprechen", ergänzen Selb und Munzert. Denn nach 1933 entfaltete die Nazi-Propaganda mit Hitler an der Spitze im Zuge der Gleichschaltung eine starke Durchschlagskraft mit langfristigen Auswirkungen auf die kollektive Wahrnehmung, Gesinnung und Verhalten der Menschen, wie empirisch fundierte Studien belegen.

 

Selb und Munzert: "Andere Studien betonen die entscheidende Rolle der wirtschaftlichen und politischen Zeitumstände, also Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not, die mangelnde Unterstützung für die Demokratie, die Entfremdung zwischen etablierten Parteien und Wahlvolk sowie die Schwäche staatlicher Institutionen für den Aufstieg der NSDAP. Wir können bestätigen, dass die Bedeutung Hitlers als charismatischem Redner demgegenüber zurücktritt."

 

Auf der Grundlage dieses historischen Belegs empfehlen die Wissenschaftler, auch die herkömmliche Meinung, dass charismatische Führungsfiguren einen entscheidenden Erfolgsfaktor für den Aufstieg für zum Beispiel rechtspopulistische Bewegungen darstellen, mit Skepsis zu betrachten.

 

Simon Munzert ist Lecturer in Political Data Science an der Hertie School of Governance in Berlin. Zu seinen Forschungsinteressen zählen Dynamiken öffentlicher Meinung sowie die Rolle neuer Medien für politische Prozesse. Er ist Leiter des internationalen Kooperationsprojekts "Media Exposure and Opinion Formation in an Age of Information Overload", das von der Volkswagen-Stiftung gefördert wird, sowie Stipendiat der Daimler-und-Benz-Stiftung. Er wurde an der Universität Konstanz promoviert.

 

Peter Selb ist Professor für Umfrageforschung am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz. Er beschäftigt sich mit politischem Verhalten, öffentlicher Meinung und mit den Methoden der Meinungsforschung. Er war Projektleiter der Schweizerischen Wahlstudie und ist an der Konstanzer Forschungsinitiative "The Politics of Inequality" beteiligt, die zurzeit am Wettbewerb der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder teilnimmt.

 

Den Aufsatz Examining a Most Likely Case for Strong Campaign Effects: Hitler's Speeches and the Rise of the Nazi Party, 1927-1933 von Peter Selb und Simon Munzert, der in Kürze im American Political Science Review erscheint, finden Sie hier: https://osf.io/vyds8/download.

 

 

 

Deutschland wächst –

aber nicht überall

 

 

Berlin - Die Bevölkerung in Deutschland wächst regional unterschiedlich. 282 der 401 Kreise und kreisfreien Städte haben zwischen 2010 und 2016 an Bevölkerung gewonnen. Besonders stark fällt das Wachstum in den Großstädten und deren Umland aus. Aber auch viele ländliche Räume verzeichnen mehr Einwohner. Dünn besiedelte Landkreise abseits der Ballungsräume verlieren dagegen weiter an Bevölkerung. Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

 

Die 66 kreisfreien Großstädte sind zwischen 2010 und 2016 insgesamt um 1,35 Millionen Einwohner gewachsen. Das entspricht einem Anstieg von 5,9 Prozent. Zum Vergleich: Zwischen 2000 und 2010 betrug das Plus lediglich 240.000 Einwohner. Abgesehen von wenigen Ausnahmen im Ruhrgebiet verzeichneten alle kreisfreien Großstädte zwischen 2010 und 2016 einen Einwohnerzuwachs.

 

Gemessen an ihrer Einwohnerzahl wuchsen insbesondere Leipzig (+13,7 Prozent), Darmstadt (+11,4 Prozent), Münster (+10,8 Prozent) und Frankfurt am Main (+10,7 Prozent) kräftig.

 

Sehr stark legte die Einwohnerzahl auch im Umland der sieben größten deutschen Städte zu. Spitzenreiter sind die an die Stadt München angrenzenden Landkreise Ebersberg (+9,2 Prozent), München Landkreis (+8,6 Prozent), Freising (+8,1 Prozent) sowie Erding und Fürstenfeldbruck (+7,9 Prozent).

 

Während rund die Hälfte der ländlichen Kreise zwischen 2010 und 2016 ebenfalls wuchs, müssen sich einige dünn besiedelte Landkreise abseits der Zentren weiterhin mit Schrumpfung auseinandersetzen. Besonders deutlich ging die Bevölkerungszahl in den ländlichen Kreisen Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt (-6,2 Prozent), Altenburger Land in Thüringen (-5,8 Prozent) und Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (-5,9 Prozent) zurück. Auch in ländlichen Kreisen in den alten Ländern schrumpfte die Bevölkerung, wenngleich nicht so stark. Beispielhaft dafür stehen die Landkreise Wunsiedel in Bayern (-4,3 Prozent), Cochem in Rheinland-Pfalz (-3,8 Prozent) und Holzminden in Niedersachsen (-3,3 Prozent).

 

Nicht überall auf dem Land ist das Durchschnittsalter hoch

 

Die Bevölkerungsentwicklung und die Altersstruktur der Regionen hängen eng miteinander zusammen. Besonders die Großstädte profitieren vom Zuzug junger Bevölkerung. Hier liegt das Durchschnittsalter inzwischen bei 42,4 Jahren. In ländlichen Kreisen ist die Bevölkerung im Schnitt dagegen 45,2 Jahre alt. Am jüngsten ist die Bevölkerung in den Universitätsstädten Heidelberg (39,7 Jahre) und Freiburg (39,9 Jahre). Auch in einigen Umlandkreisen der Metropolen ist das Durchschnittsalter niedrig, beispielsweise in Freising (40,6) und in Erding bei München (41,5) oder Tübingen bei Stuttgart (40,7).

 

Das liegt auch daran, dass viele Familien mit ihren Kindern im engeren Umland wohnen. In dünn besiedelten Räumen ist die Bevölkerung im Durchschnitt dagegen deutlich älter, beispielsweise in den Landkreisen Mansfeld-Südharz (49,3) und Wittenberg (48,9) in Sachsen-Anhalt und Oberspreewald-Lausitz (48,9) in Brandenburg.

 

Bei weitem nicht alle ländlichen Räume haben ein hohes Durchschnittsalter. Generell ist die Bevölkerung in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs sowie im Nordwesten Deutschlands besonders jung. So ist das Durchschnittsalter in einigen Landkreisen im Westen – wie Vechta (40,1) oder Cloppenburg (40,2) – vergleichsweis niedrig. Dort leben anteilsmäßig auch viele Kinder und Jugendliche: In Vechta und Cloppenburg ist jeder fünfte Einwohner unter 18 Jahre alt. In den Landkreisen Altenburger Land (Thüringen), Mansfeld-Südharz und in Anhalt-Bitterfeld (beide Sachsen-Anhalt) hingegen gilt das nur für jeden Zehnten – dafür ist hier jeder vierte Einwohner mindestens 65 Jahre alt.

 

 

 

 

s o m m e r a b e n d

Die große Sonne ist versprüht,
der Sommerabend liegt im Fieber,
und seine heiße Wange glüht.
Jach seufzt er auf: "Ich möchte lieber ..."
Und wieder dann: "Ich bin so müd ..."

Die Büsche beten Litanein,
Glühwürmchen hangt, das regungslose,
dort wie ein ewiges Licht hinein;
und eine kleine weiße Rose
trägt einen roten Heiligenschein.

 

RAINER MARIA RILKE

 

 

 

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